Zur Hauptnavigation springen Zum Seiteninhalt springen Zur Informationsnavigation springen

Was verbrigt sich hinter dem Dementia Care Mapping?

Das Dementia Care Mapping (DCM) ist ein Beobachtungsverfahren, das speziell für Menschen mit Demenz entwickelt wurde, bei denen Zufriedenheitsbefragungen nicht oder nur bedingt möglich sind. Mit Hilfe des DCMs ist es möglich, die Perspektive und das Wohlbefinden dieser Klienten einzuschätzen. So kann mit dem DCM gemessen werden, inwiefern sich bestimmte Maßnahmen - wie zum Beispiel die Arbeit mit Tieren, Musik oder kochen - auf die Klienten auswirken, ob sie ihnen gut tun oder eher kontraproduktiv sind. Gleichzeitig kann das DCM auch dann eingesetzt werden, wenn die Mitarbeiter das Gefühl haben, dass ein bestimmter Klient mehr und mehr abbaut, sich in sich zurückzieht oder vielleicht unter starken Aggressionen leidet. Die Ergebnisse der Beobachtungen können dabei helfen, die Gründe für das veränderte Verhalten herauszufinden und die Pflege, Förderung und Begleitung für diesen Menschen verbessern.

Zufriedenheitsbefragungen bei Menschen mit Demenz sind meist - je nach Krankheitsgrad - nicht möglich. Es gilt deshalb, verbale wie nonverbale Signale vor dem Hintergrund der persönlichen Biografie zu deuten, um den Menschen ein erfülltes und zufriedenes Leben zu ermöglichen. Diese Signale werden mit dem DCM objektiv gedeutet und kodiert, um Aussagen über das relative (Un)wohlbefinden der Klienten treffen zu können. Gleichzeitig geben die Ergebnisse an, wie hoch insgesamt das relative Wohlbefinden in einer Einrichtung ist und dienen somit der Qualitätsmessung. Die Beobachtungsregeln des DCM-Verfahrens sind durchgehend darauf ausgerichtet, den Pflegeprozess im Detail zu beobachten, ihn werteorientiert abzubilden und Wege zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen mit Demenz erkennbar werden zu lassen.

Das DCM wurde in England an der Universität Bradford von Tom Kitwood und Mitarbeitern entwickelt. Die Grundlage des DCM ist die Werteorientierung der "personenzentrierten Pflege" oder "Positiven Personenarbeit" nach Tom Kitwood. Der deutsche "Importeur" des urheberrechtlich geschützten DCMs ist Christian Müller-Hergl, Theologe, Altenpfleger und Dozent am Meinwerk-Institut.

Zurück zu den Fragen