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GeroCare - das europäische Pflegenetzwerk

Die Vielzahl der europäischen Beziehungen, die sich mit den Fragen der älteren Generation beschäftigen, werden überwiegend von Personen aus Politik und Wissenschaft wahrgenommen. In den wenigsten Fällen kommt es zu einem europäischen Austausch von Personen aus der Praxis, aus den Bereichen, in denen die älteren Menschen versorgt, betreut und gepflegt werden.

Das Pflegenetzwerk GeroCare, das vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) aufgebaut wurde, führte daher Praktiker/innen aus verschiedenen europäischen Ländern zu einem Erfahrungs- und Informationsaustausch zusammen. Ziele des GeroCare-Netzwerkes waren:

  • Richtungsweisende gute Konzepte der Pflege und Betreuung älterer Menschen sammeln und europaweit verbreiten;
  • Erfahrungen durch Publikationen und Fachveranstaltungen an die Praxis weitergeben
  • wissenschaftliche Ergebnisse für die Praxis aufbereiten;
  • Informationen und Anregungen aus der Praxis an Fachleute und Verantwortliche in Wissenschaft, Politik und Verwaltung grenzüberschreitend weitergeben.

GeroCare Workshops

Die einzelnen Workshops wurden in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnerorganisationen durchgeführt. In der Regel wurden Vertreter/innen aus drei Ländern zusammengeführt. Die Workshops dauerten zwei Tage und fanden von 1995 bis 2003 in Deutschland statt.

Die Resultate der Workshops wurden in knapper Form kurz nach jeder Veranstaltung in einem NewsLetter zusammengefasst. Eine ausführliche Dokumentation erfolgte in Form von Berichten. Diese enthielten

  • die Referate,
  • die Diskussionsergebnisse,
  • die Beiträge der Partnerorganisationen,
  • ein Literaturverzeichnis
  • sowie ergänzende Informationen.

Sowohl die Newsletter als auch die Berichte erschienen mehrsprachig (deutsch, englisch und/oder französisch).  

Themen

  • 1996 - Workshop 1: Pflege von Personen mit schweren Wahrnehmungsstörungen und Wahrnehmungsverlust
  • 1996 - Workshop 2: Spezielle Probleme der häuslichen (durch ambulante Dienste unterstützten) Pflege dementer und psychisch erkrankter älterer Menschen
  • 1996 - Workshop 3: Pflegebedürftige in Heimen im Spannungsfeld der Kooperation von pflegenden Angehörigen, Ehrenamtlichen und professionellen Helfern
  • 1996 - Workshop 4: Verbesserung für die häusliche (familiäre) Pflege durch Wohnungsanpassung
  • 1996- Workshop 5: Grenzsituationen in der Pflege: Nähe und Distanz, Schamgefühl, Ekel
  • 1997 - Workshop 6: Zeitbedarf für die Pflege älterer Menschen
  • 1997 - Workshop 7: Der Einfluß von Heimtieren im Leben älterer Menschen
  • 2003 - Workshop 8: Menschen mit Demenz erreichen. Vom Wert der Erinnerungen bei der Kommunikation mit Menschen mit Demenz