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Gartengestaltung in Alten-Einrichtungen: Flowerpower für die Pflege?

Kategorie:ProAlter Ausgaben
 
 
Datum:14. Apr 2004

Passend zur Jahreszeit erreicht Sie Heft 1/2004 mit Beiträgen zu einem bisher eher vernachlässigten Thema im Bereich der Altenhilfe: „Flower Power“ für die Pflege – Gartengestaltung in Altenhilfe-Einrichtungen.

Pro Alter 1/2004Passend zur Jahreszeit erreicht Sie Heft 1/2004 mit Beiträgen zu einem bisher eher vernachlässigten Thema im Bereich der Altenhilfe: „Flower Power“ für die Pflege – Gartengestaltung in Altenhilfe-Einrichtungen. Und passend zum Thema und zum Frühling präsentieren wir Ihnen diesmal eine farbige Ausgabe.
Erst zögernd wird umgesetzt, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: die Sicherstellung von so viel Normalität wie möglich auch in der direkten räumlichen Umgebung, wozu auch Gärten und Außenanlagen gehören. Besonders hilfreich hat sich dies für Menschen mit Demenz erwiesen, bei denen durch die in Außenanlagen und Gärten wahrgenommenen Sinneseindrücke positive Effekte erzielt werden können. Das KDA hat in den letzten Jahren zu einer stärkeren Verbreitung dieser Erkenntnisse im Rahmen seiner Beratung und seiner Veröffentlichungsmöglichkeiten beigetragen und wird die weitere Entwicklung sinnvoller Gartengestaltung und Gartennutzung im Auge behalten.

 

Weitere Themen dieser Ausgabe sind:

  • Menschen im Wachkoma: Im Niemandsland zwischen Leben und Tod
  • Reformierung des Betreuungsrechts:Von der persönlichen zur anonymen Betreuung?
  • Die Architekten im KDA stellen sich vor
  • Diskussionswürdig: kostenneutrale Lohnkalkulation zum Angebot niedrigschwelliger Alltagshilfen 

Titelthema

Da blüht Ihnen was: Flower-Power für die Pflege

Eine grüne Idylle für Menschen mit Demenz

Pflanzen für alle Sinne

Planung und Umsetzung für Einrichtungen der Altenhilfe: "Das Bewusstsein für Gärten wecken" - Interview mit KDA-Architektin Gisela Crusius

Es grünt so grün in Deutschlands Altenheimen

Soziale Aspekte von öffentlichen Grünflächen für ältere Menschen 

Die Gartengestaltung in Alten-Einrichtungen wird oft stiefmütterlich behandelt. Kein Wunder: Denn das Thema „Gärten“ für alte Menschen ist in der Lehre von Hochschulen oder Fachhochschulen aus medizinischer oder gestalterischer Sicht kaum präsent. Doch die Bedeutung der Gärten rückt zunehmend ins Bewusstsein der Verantwortlichen.

Ein Garten bietet vielerlei Sinnesanregungen. Für Menschen mit Demenz hat ein Garten allerdings nur dann einen Nutzen, wenn sie darin begleitet werden. Dies ist eine wichtige Beobachtung einer ehrenamtlichen Geschäftsführererin einer Tagespflegeeinrichtung der Alzheimer Gesellschaft Mittelhessen in Wetzlar. In ProAlter berichtet sie über die Gartennutzung ihrer Tagesgäste im Wechsel der Jahreszeiten.

Auch mit der Frage welche Pflanzen sich eigentlich für Gärten für alte Menschen und Menschen mit Behinderungen eignen, beschäftigt sich diese Ausgabe von Pro Alter: Der Staudengärtner Dieter Gaissmeyer kultiviert seit über 20 Jahren Pflanzen und berät vor allem Gartenarchitekten und Landschaftsgärtner bei der Auswahl von Pflanzen für Gärten für alte Menschen.

Neben Bildern und praktischen Beispielen aus deutschen Altenheimen nimmt sich Pro Alter in seinem Titelthema ebenfalls dem Thema der öffentlichen Grünflächen an: Innerstädtische Brachflächen bieten die Gelegenheit, zusätzliche Grünflächen für den öffentlichen Raum zu gestalten. Zwar mag ihr Verkauf als Bauland zunächst mehr Geld in die öffentlichen Kassen spülen, aber Parks und Gärten sorgen für eine attraktive Stadtgestaltung, die zudem ein selbstständiges Leben im Alter fördern kann. Dies verringert ebenfalls gesellschaftliche Kosten und schont wiederum die knappen öffentlichen Mittel. ProAlter bringt ein Plädoyer einer Stadt- und Verkehrssoziologin für eine altersgerechte Stadtplanung vor, die letztendlich jedem Bürger zugute kommt.

Lesetipp: Ursula Münsterjohann: Architektur + Gerontologie 3, „Was bewegt alte Menschen in der Stadt?“, Hrsg. KDA, 2004. 

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Von der persönlichen zur anonymen Betreuung:
Kein Geld und keine Zeit für hilfsbedürftige alte Menschen?

 
Auf einer Pflegestation entsteht ein Disput, ob bei Frau H., einer 75-jährigen Heimbewohnerin mit einem leichten demenziellen Syndrom, die zur Gangunsicherheit neigt, in der Nacht ein Bettgitter angebracht werden soll oder nicht. Bisher war sie noch nie gestürzt. Frau H., die ihre Ansichten gut äußern kann, will kein Bettgitter. Die Mitarbeiter der Station sind gespalten. Ein Teil der Mitarbeiter findet, dass ein Bettgitter notwendig ist, um einen möglichen Sturz zu verhindern, der andere Teil hält dies für nicht erforderlich und überlegt Alternativen. Die Kontroverse spitzt sich zu...

Menschen mit Demenz stehen häufig unter Betreuung. Was als sicherheitsorientierte und „fürsorgliche“ Maßnahme – möglicherweise häufig in bester Absicht – festgelegt wird, ist nicht immer notwendig und kann zur Nichtachtung der Bedürfnisse der betroffenen Personen führen. Eine kritische Stellungnahme zur Reform des Betreuungsrechts aus der Sicht des KDA-Kurators und Initiators der Bonner Initiative Handeln statt Misshandeln (HsM) Prof. Dr. Dr. Rolf D. Hirsch.

Lesetipp: Brucker, Stephanie: "Die persönliche Betreuung als Leitbild des Betreuungsrechts", „thema“-Heft 185, KDA, Köln 2004.

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Menschen im Wachkoma:

"Im Niemandsland zwischen Leben und Tod"

Menschen im Wachkoma stellen besondere Anforderungen an Pflege und Betreuung. Während man noch vor Jahren dachte, dass diese sowieso kaum etwas von ihrer Umwelt mitbekommen, hat inzwischen ein Umdenken stattgefunden. Durch eine ansprechende fördernde Umgebung und persönliche Ansprache kann oft viel erreicht und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessert werden. Pro Alter hat einen deutschlandweit bekannten Experten zum Thema „Wachkoma“ interviewt. Außerdem berichten wir über ein KDA-Expertengespräch sowie über eine Einrichtung, die die besonderen Bedürfnisse von Menschen im Wachkoma kennt.

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