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ÖffnungARBEITSKREIS CHARTA FÜR EINE KULTURSENSIBLE ALTENPFLEGE

Kategorie:Pressemitteilungen
Datum:20. Jun 2002

Am heutigen Donnerstag, den 20.6. 2002 wurde in den Räumen der Beauftragten der Bundesregierung für Ausländerfragen das "Memorandum für eine kultursensible Altenhilfe" vorgestellt. Das Memorandum richtet sich an Politik und Gesellschaft und fordert sie au

Memorandum für eine kultursensible Altenhilfe

Ein Beitrag zur Interkulturellen Öffnung

Am heutigen Donnerstag, den 20.6. 2002 wurde in den Räumen der Beauftragten der Bundesregierung für Ausländerfragen das "Memorandum für eine kultursensible Altenhilfe" vorgestellt.

Das "Memorandum für eine kultursensible Altenhilfe" (www.kda.de) richtet sich an Politik und Gesellschaft und fordert sie auf, den Anspruch aller alten Menschen auf einen Zugang zu den Institutionen der Altenpflege einzulösen und einen kultursensiblen Umgang sicherzustellen. Bei der Präsentationsveranstaltung begründeten die Initiatoren und Unterzeichner - Angelika Ertl für den Arbeitskreis "Charta für eine kultursensible Altenpflege", Klaus Großjohann für das Kuratorium Deutsche Altershilfe, der Geschäftsführer des AWO-Bundesverbandes Rainer Brückers für die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und die Beauftragte der Bundesregierung für Ausländerfragen Marieluise Beck - die Notwendigkeit einer Interkulturellen Öffnung der Altenhilfe.

Sie wiesen darauf hin, dass die Gruppe der älteren Migrantinnen und Migranten eine der am schnellsten wachsenden Bevölkerungsgruppen der Bundesrepublik ist. Auch wenn heute in den Institutionen der Altenhilfe diese Gruppe noch kaum repräsentiert sei, so sei es doch eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre, für die hier altgewordenen Zuwanderern im Alter eine ihrer Biografie und den daraus erwachsenden kulturellen Prägungen entsprechende Pflege und Betreuung zu gewährleisten. Diese Integrationsaufgabe kann nicht alleine von den ohnehin unter Druck stehenden Institutionen der Altenhilfe sichergestellt werden. Sie fordern dafür die Unterstützung der Gesellschaft ein.

Hervorgehoben wurde, dass die Initiatoren mit dieser Initiative vorrausschauend auf eine politische Aufgabe der kommenden Jahre reagieren. Zu oft wird aus der niedrigen Nachfrage der Dienstleistungen der Altenhilfe von Seiten der Zuwanderer auf einen nicht vorhandenen Bedarf geschlossen. Dagegen betonten die Rednerinnen und Redner, dass die Institutionen aufgefordert sind, Zugangsbarrieren abzubauen, die es Zuwanderern schwer machen, den ihnen fremden Diensten zu "trauen". Die Gesellschaft müsse an diesem Punkt auf die Zuwanderer zugehen.

Der Arbeitskreis Charta für eine kultursensible Altenpflege stellte darüber hinaus die Handreichung für eine kultursensible Altenpflege" vor. Sie soll Institutionen, Verbände und Mitarbeiter darin unterstützen, den interkulturellen Alltag zu gestalten und die Professionalität der Pflege weiter zu entwickeln. Für das nächste Jahr luden die Veranstalter zu einer Konferenz ein, bei der auf der nun vorgelegten Grundlage weitere Schritte auf dem Weg zu einer interkulturellen Öffnung der Altenhilfe erarbeitet werden sollen.

Andreas Foitzik

(Charta-Arbeitskreis)

Klaus Großjohann

(KDA)

Bernd Knopf

(Pressesprecher der Ausländerbeauftragten)

Nachfragen:

Bernd Knopf 

Pressesprecher der Bundesausländerbeauftragten

Maurerstr.45,10117 Berlin

phone: 030-2007 2703, 
mail: be.knopf@bma.bund.de

Andreas Foitzik

Koordinator des Chartaarbeitskreises

Hinterweilerstr. 51, 72810 Gomaringen

phone: 07072-505389, 
mail: anfoitzik@aol.com