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Leben ohne Schmerz? Der Expertenstandard "Schmerzmanagement in der Pflege"

Kategorie:ProAlter Ausgaben
Datum:22. Dez 2004

Das Titelthema in PRO ALTER 4/2004 widmet sich dem Expertenstandard "Schmerzmanagement in der Pflege". Zwar ist ein Leben ohne Schmerz nicht möglich, aber viel zu viele Menschen leiden unnötig unter Schmerzen.

Pro Alter Cover 4/2004Viele Hunderttausend Menschen in der Bundesrepublik Deutschland leiden an Schmerzen, ohne dass ihnen wirksam und nachhaltig geholfen wird - häufig aus Unkenntnis von beiden Seiten: von denen, die Schmerzen ertragen, und denen, die Schmerzen lindern oder gar von ihnen befreien können. Eine Schmerztherapie, die hochwirksame Medikamente mit psychologischen Verfahren der Entspannung kombiniert, ist noch nicht sehr weit verbreitet. Immer noch müssen auch schmerzkranke ältere Menschen leiden, obwohl ihnen nachhaltig geholfen werden und sich dadurch ihre Lebensqualität erheblich verbessern könnte. So hat die Weltgesundheitsorganisation die Schmerzbekämpfung als eine wichtige Aufgabe deklariert, und in Deutschland gibt es seit Anfang 2004 einen nationalen Standard "Schmerzmanagement in der Pflege"...

Neben dem Titelthema geht ein weiterer Schwerpunkt dieser PRO ALTER-Ausgabe den Ritualen in der Pflege auf den Grund. Denn diese Schaden oft mehr als sie nützen...

Weitere Themen dieser Ausgabe sind:

  • Genau hinhören: Interviews mit demenzkranken Menschen
  • Das Einzelzimmer - Standard in der stationären Pflege? Einsparpotenziale bei Doppelzimmern nur vordergründig
  • Planungsunsicherheiten bei betreuten Wohngruppen: Der unterschiedliche Umgang von Heimaufsichten mit einer neuen Wohnform
  • Neue Medien - Schwerpunkt der NRW-Seniorenpolitik: Internet im Alltag der Seniorenarbeit
  • In Würde alt werden: Auftaktveranstaltung der Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe

Diese Ausgabe ist in der Printversion leider vergriffen. Die einzelnen Beiträge können jedoch mit clickandbuy als e-Paper im pdf-Format heruntergeladen werden.


Titelthema

Leben ohne Schmerz? Der Expertenstandard "Schmerzmanagement in der Pflege"

PRO ALTER-Interview: "Schmerz gehört nicht zum Alter dazu"

Neues Instrument in der Pflege:Erklärung des Expertenstandards "Schmerzmanagement"

PRO ALTER-Interview: "Eine erfolgreiche Schmerzbehandlung kann Pflegebedürftigkeit verhindern"

Erfahrungen mit der Implementierung des Schmerzstandards - Viel neues Wissen und viele Aha-Effekte

Eine eingeschränkte Mobilität ist häufig bei schmerzkranken alten Menschen ein großes Problem, das viele weitere nach sich ziehen kann. Im schlimmsten Fall kann eine wahre Spirale aus Medikamenten, Leiden, Rückzug, Depressionen und stärker werdenden körperlichen Einschränkungen in Gang gesetzt werden, und am Ende steht dann oft nur noch das Pflegeheim. Gerade um diese Abwärtsspirale zu vermeiden, ist eine rechtzeitig einsetzende Schmerztherapie wichtig, denn sie kann prophylaktisch Pflegebedürftigkeit verhindern. Mit dem neuen Expertenstandard Schmerzmanagement, der zunächst auf die Verbesserung der Situation von Patienten mit akuten und chronisch-tumorbedingten Schmerzen zielt, ist allen beruflich Pflegenden ein wichtiges Instrument an die Hand gegeben worden, um in allen Bereichen der pflegerischen Versorgung mit auf den neuesten Erkenntnissen basierendem Wissen auf Menschen mit Schmerzen eingehen zu können. Dazu gehört auch die Information, dass man nicht davor zurückschrecken muss, Schmerzpatienten mit Opioiden wie Morphin zu therapieren...

Lesetipp: Dr. Freidmar Carstensen: "Therapie chronischer Schmerzen bei alten Menschen", KDA-Reihe "thema", Nr.140, Hrsg. KDA, Köln 1999.


Schwerpunktthema:

Rituale in der Pflege -Warum sie oft mehr schaden als nützen

Menschen mit (Intim-)Pflegebedarf fühlen sich oft ausgeliefert; Pflegerituale verstärken diese negativen Gefühle

Ritualisierte Waschpraktiken müssen hinterfragt werden

Rituale spielen in unserem Leben eine wichtige Rolle, denn sie bieten Sicherheit und Struktur. Man denke nur an Begrüßungsrituale wie das Händeschütteln und an Weihnachts- und Sylvesterbräuche. Doch Rituale können sich auch negativ auswirken: Wie fühlen sich beispielsweise Klienten, wenn ihre individuellen Bedürfnisse und Ansprüche auf ritualisierte Abläufe und Handlungen in der Pflege treffen? Eine Antwort darauf findet sich in den Ergebnissen einer aktuellen pflegewissenschaftlichen Doktorarbeit, die PRO ALTER vorstellte. In einem weiteren Beitrag der Ausgabe wird das ritualisierte Waschen von pflegeabhängigen Menschen hinterfragt...


Genau hinhören: Interviews mit demenzkranken Menschen

Wie erleben Menschen mit Demenz ihre Krankheit und ihren Alltag? Wie sehen ihre Wünsche und Bedürfnisse aus? Was belastet sie am meisten? Um das herauszufinden, hat die Alzheimer Gesellschaft Bochum Betroffene, die an einer leichten bis mittelschweren Demenz leiden, interviewt. PRO ALTER stellt das außergewöhnliche Projekt vor und hat dessen wissenschaftliche Koordinatorin dazu befragt...


Das Einzelzimmer - Standard in der stationären Pflege? Einsparpotenziale bei Doppelzimmern nur vordergründig

Das KDA setzt sich dafür ein, dass das Einzelzimmer Standard in der stationären Pflege in Deutschland wird. Denn nur so können Kosten vermieden werden, von denen zumeist keiner spricht: die hohen "sozialen Folgekosten", die häufig erst entstehen, wenn beispielsweise in Doppelzimmern Stresssituationen unter Zimmernachbarn aufkommen, die sich ihr Zusammenleben nicht freiwillig ausgesucht haben. Keinesfalls will das KDA Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern das Recht nehmen, in einem Doppelzimmer zu leben, wenn sie es möchten. Aber es hält auch Überlegungen für falsch, die davon ausgehen, dass die niedrigeren Investitionskosten durch den Bau von Doppelzimmern die Lösung finanzieller Probleme in der stationären Altenpflege sein könnten...


Planungsunsicherheiten bei betreuten Wohngruppen: Der unterschiedliche Umgang von Heimaufsichten mit einer neuen Wohnform

Ambulant betreute Wohngemeinschaften stellen eine relativ junge Wohnform für pflegebedürftige Menschen dar, sind aber eine wichtige Ergänzung zu den schon bestehenden Versorgungsstrukturen. Ihr Konzept lässt sich flexibel auf die unterschiedlichen Bedarfe der Menschen ausrichten: sei es auf die besonderen Versorgungsansprüche für demenziell Erkrankte oder pflegebedürftige Mitbürger aus anderen Kulturkreisen, sei es als kleine Wohneinheiten für den ländlichen Raum oder aber in der Großstadt. Viele sehen es als eine ideale Wohn- und Betreuungsform, um dem wachsenden Hilfe- und Pflegebedarf begegnen zu können und erwarten deshalb in Zukunft eine deutlich steigende Nachfrage nach ihnen. Jedoch erschweren in der Praxis eine Reihe von Rahmenbedingungen die Umsetzung und Verbreitung dieses Wohnkonzeptes...


Neue Medien - Schwerpunkt der NRW-Seniorenpolitik: Internet im Alltag der Seniorenarbeit

Neben der Qualifizierung hauptamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht es in der zukünftigen NRW-Seniorenpolitik darum, Beratungsmöglichkeiten mit Hilfe neuer Medien zu verbessern. Spezifische Zielgruppen wie ältere Migrantinnen und Migranten sowie Menschen mit besonderen Bedarfen sollen an das Internet herangeführt und neue Angebotsformen entwickelt werden...


In Würde alt werden: Auftaktveranstaltung der Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe

Beim "Internationalen Tag der älteren Menschen" am 1. Oktober 2004 startete unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend , Renate Schmidt, in Berlin die Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe. PRO ALTER berichtet über den Tag...