Pro Alter 1/2005
Kategorie: ProAlter Ausgaben - am 9. Mär 2009
Mit Tieren alt werden
Seit mehr als zwei Jahrzehnten sind die positiven Effekte des Zusammenlebens von Menschen mit Tieren - besonders in den angelsächsischen Ländern – Gegenstand von Forschung und Wissenschaft. Auch in Deutschland hat man inzwischen die Chancen der „tiergestützten" Aktivitäten und Therapien erkannt. Besonders interessant sind ihre Möglichkeiten, wenn die „normale“ zwischenmenschliche Kommunikation nicht mehr funktioniert, weil alte Menschen an einer Demenz erkranken. Während viele – Familienangehörige wie professionell Pflegende – keinen Zugang mehr zu den Betroffenen finden, die scheinbar versunken in ihrer eigenen Welt leben, sind Tiere oft so etwas wie „Türöffner“ in diese Welt. Sie finden Zugänge, die uns Menschen oft verborgen bleiben...
Neben dem Titelthema beschäftigt sich ein weiterer Schwerpunkt dieser Pro Alter-Ausgabe mit dem Expertenstandard zur Sturzprophylaxe: Auch wenn sich Stürze im Alter nicht verhindern lassen, kann man einiges gegen deren Risikofaktoren tun...
Weitere Themen dieser Ausgabe sind:
- Umstrukturierung muss keinen Riesenaufwand bedeuten: Heime müssen den Bedürfnissen von Menschen mit Demenz angepasst werden
- Europäische Seniorenplattform AGE stärkt „Stimme der Älteren“ in Europa - Interview mit AGE-Geschäftsführerin Anne-Sophie Parent
- Kampagne für eine Kultursensible Altenhilfe: Die Regionalgruppen stellen sich vor
- Die neuen KDA-Kuratorinnen und -Kuratoren
- „Krieg der Generationen“ oder „Dreamteam für Deutschland“? - Drei aktuelle Bücher zum Thema „Altersdiskriminierung“
- Betreutes Wohnen: DIN-Norm soll in Zukunft für mehr Rechtssicherheit und Markttransparenz sorgen
Diese Ausgabe ist in der Printversion leider vergriffen. Die einzelnen Beiträge können jedoch mit clickandbuy als e-Paper im pdf-Format heruntergeladen werden.
Titelthema
Tierisch was los in Deutschlands Altenhilfe-Einrichtungen? Mit der Entwicklung weg von krankenhausähnlichen Institutionen, hin zu Orten des Lebens und Wohnens haben auch Tiere in die Einrichtungen der Altenhilfe Einzug gehalten. Wie viele es genau sind, die dort leben bzw. ein und aus gehen, weiß man nicht. Pro Alter stellt vor, wie unterschiedlich Tierhaltung in der stationären, aber auch ambulanten Altenpflege aussieht und wie vielfältig damit die Möglichkeiten des Zusammenkommens und -lebens von Menschen und Tieren sein können...
Pro Alter-Experten-Interview: Alte Menschen und Tiere - „Berührung auf einer tiefen Schicht der Persönlichkeit“
Arbeitsvertrag für Frauchen und Hund: Ungewöhnliche Teamarbeit im Heim Noch eine Ausnahme in Deutschland: Eine Altenheim-Mitarbeiterin, deren Arbeitsvertrag vorsieht, dass sie während ihrer Tätigkeit ihren Hund einsetzen muss...
Risikofaktor Tier? Trotz einer allgemein erkennbar steigenden Bereitschaft, Tiere in Einrichtungen der Altenhilfe nicht nur zuzulassen, sondern bewusst zu integrieren, gibt es dennoch Träger und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Alten(pflege)heimen, die dem Thema skeptisch gegenüber stehen. Ihre Ängste und Bedenken begründen sie meist mit möglichen Hygiene-, Infektions- und Verlet-zungsgefahren sowie der Befürchtung vor Mehrarbeit...
Schwerpunktthema:
Sturzprophylaxe nach dem Expertenstandard: Stürze lassen sich nicht verhindern, Risikofaktoren aber schon.
Der Expertenstandard „Sturzprophylaxe in der Pflege“ Heiko Fillibeck, Referent für Pflegepraxis im Kuratorium Deutsche Altershilfe und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Expertengruppe, die den Standard im Auftrag des Deutschen Netzwerkes für Qualitätsentwicklung in der Pflege erstellt hat, erklärt den seit März 2005 bestehenden Standard...
Kopiervorlage des Expertenstandards Sturzprophylaxe
Eine Aufgabe des Managements: Die Einführung von Expertenstandards in der Praxis
Pro Alter-Interview: „Strategisch gegen Stürze vorgehen, Prävention nicht dem Zufall überlassen“ Der Krankenpfleger und Gesundheitspädagoge Siegfried Huhn beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Thema „Sturz“. Zudem war der selbstständige Pflegeberater in der Fort- und Weiterbildung Mitglied der vom DNQP beauftragten Expertengruppe zur Erstellung des „Expertenstandards Sturzprophylaxe in der Pflege“. Pro Alter hat ihn zu seinen Erfahrungen, die er in Kontakt mit Pflegepraktikern gesammelt hat, befragt...
Umstrukturierung muss keinen Riesenaufwand bedeuten: Heime müssen den Bedürfnissen von Menschen mit Demenz angepasst werden
Der Großteil der bestehenden stationären Pflegeeinrichtungen Deutschland geht, was Architektur und bauliche Ausstattung angeht, an den heutigen Bedürfnissen ihrer Bewohner vorbei. Während sich die Bewohnerstruktur in den letzten Jahren stark verändert hat, ist die Raumgestaltung da stehen geblieben, wo sie – manchmal vor vielen Jahrzehnten – geplant und umgesetzt wurde. Zwar haben viele Häuser im Lauf der letzten Jahre in einen Neu- oder Umbau investiert, doch leider oft, ohne die stark gewachsene „neue“ Bewohnerklientel der Menschen mit Demenz in den Fokus gestellt zu haben. Heute, wo durchschnittlich 60 bis 70 Prozent der Pflegeheimbewohner die Diagnose Demenz aufweisen, wird dieses Manko immer deutlicher. Größere Anpassungen wären nötig, doch dafür ist oft kein Geld mehr vorhanden. Pro Alter zeigt anhand von zwei Beispielen auf, wie durch kleinere konzeptionelle und bauliche Maßnahmen große Verbesserungen für Bewohner und Mitarbeiter erreicht werden konnten.
Europäische Seniorenplattform AGE stärkt „Stimme der Älteren“ in Europa - Interview mit AGE-Geschäftsführerin Anne-Sophie Parent
Seit dem Start am 1. Januar 2001 haben sich dem europäischen Netzwerk AGE mehr als 150 Organisationen von und für Seniorinnen und Senioren aus ganz Europa angeschlossen. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, der Paritätische, das Büro gegen Altersdiskriminierung und der VdK sind als deutsche Mitglieder in der Europäischen Seniorenplattform vertreten. „Die Stimme der Älteren in der EU zu stärken“ war eines der Hauptziele, die sich AGE gesteckt hat. Pro Alter hat die Geschäftsführerin Anne-Sophie Parent befragt, wie AGE dieses Ziel bislang umsetzen konnte und vor welchen Herausforderungen die Europäische Seniorenplattform zurzeit und zukünftig steht.
Kampagne für eine Kultursensible Altenhilfe: Die Regionalgruppen stellen sich vor
Ein halbes Jahr nach der Auftaktveranstaltung zur Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe (siehe Pro Alter 4/2004) ist es Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen, was im Norden, Süden, Osten und Westen der Republik, aber auch in der Schweiz und Österreich bisher alles auf die Beine gestellt worden ist. Pro Alter hat sich bei den einzelnen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern umgehört. Jede Region hatte ihre eigene Vorgehensweise gefunden, sich zu vernetzen, Aktionen durchzuführen und organi-satorische Probleme zu lösen. Die ehrenamtlichen und professionellen Unterstützerinnen und Unterstützer der Kampagne haben zahlreiche Aktionen geplant und auch schon stattfinden lassen.
Die neuen KDA-Kuratorinnen und -Kuratoren
Seit der Gründung des KDA im Jahre 1962 gehören zum Kuratorium namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Wohlfahrtspflege und Altenhilfepraxis. Die Kuratoren werden vom Bundespräsidenten berufen – so wie auch Ende 2004, als Bundespräsident Horst Köhler 14 neue Kuratorinnen und Kuratoren ernannte, die in Pro Alter vorgestellt werden.
„Krieg der Generationen“ oder „Dreamteam für Deutschland“? - Drei aktuelle Bücher zum Thema „Altersdiskriminierung“
Bücher über das Alter, die demographische Entwicklung oder das Generationenverhältnis haben derzeit Konjunktur. Vor allem das Thema „Altersdiskriminierung“ nimmt in solchen Publikationen stets einen breiten Raum ein. Pro Alter stellt im Folgenden drei Monographien näher vor, die im vergangenen Jahr das Phänomen einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft in überwiegend provozierenden Streitschriften aufgegriffen haben...
Betreutes Wohnen: DIN-Norm soll in Zukunft für mehr Rechtssicherheit und Markttransparenz sorgen
Der Begriff „Betreutes Seniorenwohnen“ ist rechtlich nicht eindeutig definiert und in der Vergangenheit für sehr unterschiedliche Wohnangebote verwendet worden. Auch gibt es keine allgemein anerkannten Mindestanforderungen, die Einrichtungen des Betreuten Wohnens erfüllen müssen. Dies hat in der Vergangenheit zu einigen Fehlentwicklungen auf dem Markt der Seniorenimmobilien geführt. Senioren haben keine klare Vorstellung darüber, welche Leistungen sie von diesem Wohnangebot erwarten können, und die Qualität der Angebote ist für sie häufig nicht transparent. Eine neue DIN-Norm für das Betreute Wohnen soll dazu beitragen, diesen Fehlentwicklungen gegenzusteuern...

