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Teilstationäres Angebot sieht sich mit einer Reihe von Problemen konfrontiert, die es zu lösen gilt

Kategorie:Pressemitteilungen
Datum:07. Jul 2005

Bundesweit sind immer mehr Tagespflegehäuser aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation in ihrer Existenz gefährdet.

Köln/KDA - 07. Juli 2005 - "Bundesweit sind immer mehr Tagespflegehäuser aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation in ihrer Existenz gefährdet. Noch immer müssen sich Tagespflege und ambulante Pflege ein gemeinsames Budget teilen. Viele Betreiber von Tagespflegeeinrichtungen haben aufgrund der zurückhaltenden Nachfrage mit einer sinkenden Auslastung zu kämpfen", so lauten zentrale Aussagen in der aktuellen Ausgabe von PRO ALTER, dem Fachmagazin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), das in einem Themenschwerpunkt über die Lage der Tagespflege berichtet. Dabei sei Tagespflege aufgrund der Zunahme vor allem demenzieller Erkrankungen ein unverzichtbarer Baustein in der Versorgungskette für ältere Menschen. Sie müsse deshalb nicht nur gestärkt, sondern in Zukunft sogar ausgebaut werden, fordert KDA-Geschäftsführer Klaus Großjohann. Wie dies nach Auffassung der Mitglieder des Arbeitskreises Tagespflege in Westfalen-Lippe gelingen könnte, zeigen die folgenden sieben Punkte, die unter anderem auf den Ergebnissen einer aktuellen Befragung beruhen, die unter den Tagespflegeeinrichtungen in der Region Westfalen-Lippe im Jahr 2004 durchgeführt wurde und über die in PRO ALTER 2/2005 berichtet wird.

Sieben Forderungen aus Sicht der Tagespflege:

  1. Die Pflegesachleistung im vorstationären Bereich muss ausgebaut werden.
  2. Die Tagespflege benötigt ein eigenes Budget.
  3. Die Leistungen der Tagespflege sind vorrangig zu berücksichtigen, wenn die ambulante Versorgung nicht mehr ausreicht.
  4. Die Ersatzbeschaffung der Fahrzeuge im Fahrdienst muss refinanziert werden.
  5. Gesetze und Verordnungen für die Tagespflege müssen geändert werden, damit verbesserte Leistungen der Tagespflege im Rahmen des SGB XI refinanziert und den spezifischen Anforderungen und Organisationsmerkmalen der Tagespflege gerecht werden können.
  6. In den Empfehlungen bzw. den Vorschlägen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) zur Beseitigung von Qualitätsdefiziten sollte gezielt auf das vorstationäre Angebot hingewiesen werden.
  7. Ein tagespflegespezifisches Fort- und Weiterbildungsangebot sollte aufgebaut werden.

Ansprechpartner:
Kuratorium Deutsche Altershilfe
Harald Raabe und Ines Jonas
Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
An der Pauluskirche 3
50677 Köln

 

Fon: 02 21/93 18 47 -0
E-Mail: publicrelations@kda.de