Pro Alter 4/2005
Kategorie: ProAlter Ausgaben - am 9. Mär 2009
Zehn Jahre PRO ALTER – Altersbilder im Wandel

Seit 40 Jahren setzt das Kuratorium Deutsche Altershilfe Maßstäbe in der Altenhilfe und prägt damit auch Altersbilder. Seit zehn Jahren berichtet Pro Alter darüber. Anlass für eine Standortbestimmung: In seiner Jubiläumsausgabe bezieht das KDA Stellung, so beispielsweise zu Fragen der Umstrukturierung bestehender Altenpflegeeinrichtungen und zur Gestaltung von Altenheim-Gärten. Die KDA-Expertinnen und -Experten erklären, wie neue Wege der Qualitätssicherung bei ambulant betreuten Wohngruppen aussehen, worauf es bei der Umsetzung des Quartiersbezugs in der Altenhilfe, bei der Organisation von Hausgemeinschaften, beim Umgang mit Demenzkranken sowie der gemeindewesenorientierten Seniorenarbeit ankommt. Beleuchtet werden auch die Auswirkungen der nationalen Expertenstandards auf die Qualität der Pflege. Und schließlich zeigt das KDA-Magazin Gestaltungsmöglichkeiten, wie sich durch Licht und Farbe sowie den Einsatz von Tieren das Wohlbefinden von Altenheimbewohnerinnen und -bewohnern steigern lässt....
Diese Ausgabe ist in der Printversion leider vergriffen. Die einzelnen Beiträge können jedoch mit clickandbuy als e-Paper im pdf-Format heruntergeladen werden.
Themen der Ausgabe: KDA-Positionen
- Interview mit Dr. Willi Rückert: „Mit Augenmaß handeln und Altersarmut vermeiden"
- Quartiersbezug, Normalität, Nachhaltigkeit
- Umstrukturierung im Bestand stationärer Einrichtungen
- Atmosphäre schaffen und Wohlbefinden fördern mit Licht und Farbe
- Gärten – häufig stiefmütterlich behandelt
- Erprobung neuer Wege der Qualitätssicherung am Beispiel ambulant betreuter Wohngruppen
- Bauen und Soziales zusammenführen am Beispiel von Wohnquartieren
- Die Stärke der KDA-Hausgemeinschaften: Pflege (im Kleinen) organisieren
- Tiere ins Alten- und Pflegeheim? Ja, aber nur mit Konzept und guter Vorbereitung
- Nationale Expertenstandards: Kurzfristige oder nachhaltige Verbesserung der Pflegefachlichkeit?
- Der Herausforderung Demenz begegnen
- Gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit: Handlungsstrategien und Arbeitsfelder für die Zukunft
Weitere Themen dieser Ausgabe sind:
- Serie: Altersbild und Alterserleben im historischen Wandel, Teil I: Die Antike – das goldene Zeitalter der Alten?
- Beiträge aus dem Ausland:
- Irland: Altern auf der Grünen Insel
- Japans Senioren zwischen Tradition und Moderne
- Osteuropa: Alte Menschen gehören zu den Verlierern
- Über das Altern in Kamerun
KDA-Positionen
Interview mit Dr. Willi Rückert: „Mit Augenmaß handeln und Altersarmut vermeiden“
Über drei Jahrzehnte hat Dr. Willi Rückert die Arbeit des KDA aktiv mitgestaltet. Wer den promovierten Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler kennt, weiß, dass er hinter seinem bescheidenen Auftreten immer auch Ziele und Visionen hartnäckig verfolgt hat, die die Altenhilfe und damit letztlich auch das Altenbild maßgeblich beeinflusst haben. Pro Alter hat ihn zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Altenhilfe befragt...
Quartiersbezug, Normalität, Nachhaltigkeit
Quartiersbezug, Normalität, Nachhaltigkeit – diese drei Schlagworte ziehen sich wie ein roter Faden durch die KDA-Philosophie und bestimmen sein Leitbild. In einem kurzen Abriss erläutet Geschäftsführer Klaus Großjohann, was das für die Arbeit des KDA und seine Anforderungen an die Altenhilfe bedeutet...
Umstrukturierung im Bestand stationärer Einrichtungen
Zunehmend geraten Träger stationärer Einrichtungen unter den Druck, bauliche Veränderungen in ihren Heimen vornehmen zu müssen, um eine dauerhafte Belegung der von ihnen vorgehaltenen Heimplätze gewährleisten zu können. Der Effekt solcher Veränderungen kann verblüffend groß sein, wie dieser Pro Alter-Beitrag verdeutlicht...
Atmosphäre schaffen und Wohlbefinden fördern mit Licht und Farbe
Die Bedeutung von Licht und Farben für den Menschen wird meist unterschätzt, erst recht, wenn es sich dabei um alte Menschen beziehungsweise Heimbewohnerinnen und Heimbewohner handelt. Doch gerade für diese können Licht und Farbe eine große Rolle spielen, halten sie sich doch über 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen auf. Die KDA-Architektinnen zeigen auf, wie man durch den gezielten Einsatz von Licht und Farbe sowohl zum Wohlbefinden der Heimbewohnerschaft und auch des Personals beitragen kann...
Gärten – häufig stiefmütterlich behandelt
Die Atmosphäre eines Alten- und Pflegeheimes wird nicht nur durch seine Innenräume bestimmt. Auch der meist dazugehörige Garten kann und sollte als erweiterter Wohn- und Erlebnisbereich wahrgenommen und erfahren werden. Damit das möglich ist, sollte seine Gestaltung nicht dem Zufall überlassen werden. Worauf es dabei ankommt, ist in Pro Alter zu lesen...
Erprobung neuer Wege der Qualitätssicherung am Beispiel ambulant betreuter Wohngruppen
Will man das Konzept der ambulant betreuten Wohngruppen verbreiten und dafür Sorge tragen, dass es sich nicht am Bedarf älterer Menschen vorbei entwickelt, und zudem die Qualität neu gegründeter ambulant betreuter Wohngruppen dauerhaft sichern, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Der Beitrag erläutert, wie diese aussehen sollten...
Bauen und Soziales zusammenführen am Beispiel von Wohnquartieren
Damit eine bedarfsgerechte Pflege und soziale Betreuung älterer Menschen in Zukunft überhaupt leistbar und finanzierbar bleibt, ist eine weitere Verlagerung der Pflege in die Wohnquartiere notwendig. Wie Bauen und Soziales zusammen geführt werden sollten, ist in der Jubiläumsausgabe nachzulesen...
Die Stärke der KDA-Hausgemeinschaften: Pflege (im Kleinen) organisieren
Damit in einer Hausgemeinschaft oder in einer am Hausgemeinschaftskonzept angelehnten Architektur die erwünschten Effekte gezogen auf die Prinzipien Normalität, Vertrautheit und Geborgenheit tatsächlich erzielt werden können, ist im Vergleich zur klassischen stationären Pflege ein anderes Herangehen an Personaleinsatz und –organisation notwendig...
Tiere ins Alten- und Pflegeheim? Ja, aber nur mit Konzept und guter Vorbereitung
Das Thema „Tiere in der Altenhilfe“ erfreut sich steigender Beliebtheit. Doch damit wächst leider auch die Gefahr, es unreflektiert zu betrachten, was auf Dauer Mensch und Tier schaden könnte. Der Pro Alter-Beitrag verdeutlicht, dass es nicht darum gehen kann, wahllos Tiere und alte Menschen zusammen zu bringen, sondern dass diese Begegnungen zielgerichtet und gut vorbereitet erfolgen müssen...
Nationale Expertenstandards: Kurzfristige oder nachhaltige Verbesserung der Pflegefachlichkeit?
2001 wurde der erste nationale Expertenstandard für die Pflege veröffentlicht, drei weitere folgten. Doch was haben sie bewirkt: ein kurzfristiges Aufrütteln der Pflegeszene oder ein nachhaltige Verbesserung der Pflegefachlichkeit und –qualität? Eine Antwort darauf gibt es in Pro Alter...
Der Herausforderung Demenz begegnen
Demenz ist das Krankheitsphänomen unserer Zeit und damit einer der Herausforderungen der Altenhilfe. Der Beitrag zeigt auf, was nötig ist, um dieser Herausforderung begegnen zu können und entsprechende Strukturen für ein möglichst „normales“ Leben der betroffenen Familien zu schaffen...
Gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit: Handlungsstrategien und Arbeitsfelder für die Zukunft
Die Weiterentwicklung der gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit ist mit der Pflegeversicherung in den Hintergrund geraten. Altenhilfe und Altenarbeit müssen neben Fragen der Versorgung auch die Interessen, Anliegen und Bedarfslagen der nicht hilfe- und pflegebedürftigen Menschen in einer stark ausgeweiteten Altersphase berücksichtigen. Worauf es dabei ankommt, ist in Pro Alter zu lesen.
ProAlter-Serie: Altersbild und Alterserleben im historischen Wandel
Teil I: Die Antike - das goldene Zeitalter der Alten?
Wie die Gesellschaften ihre älteren Mitglieder gesehen und bewertet haben, das hat sich in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder verändert. Heute, in einer Zeit, in der die alten Menschen aufgrund der demographischen Entwicklung zunehmend zu einem Gegenstand öffentlichen, politischen und wissenschaftlichen Interesses geworden sind, lohnt eine historische Betrachtungsweise allemal: etwa um die heutigen Lebensbedingungen der Altenbevölkerung in ihren geschichtlichen Zusammenhang zu stellen, um die gegenwärtigen - oft negativen - Altersbilder von ihrer Entstehung her zu erklären, um eventuell Anregungen für den Umgang mit ungelösten Fragen der Gegenwart zu erhalten oder aber um schlicht die Neugier zu befriedigen und zu erfahren, was „Alt-Sein“ in vergangenen Zeiten bedeutete...
Teil II der Serie: Das Mittelalter - Älter werden im Tal der Veachtung?
Beiträge aus dem Ausland:
Altern auf der Grünen Insel - Irland
Irland besitzt eine der jüngsten Bevölkerungen in Europa, das Durchschnittsalter beträgt gerade einmal 33 Jahre. Seit wenigen Jahren ist die kleine Inselrepublik vom einstigen Armenhaus Europas zu einem erfolgreichen und wohlhabenden Wirtschaftstandort geworden. Petra Tabeling war für ProAlter auf der Grünen Insel und ging den Fragen nach, wie die älteren Menschen in dieser veränderten Gesellschaft leben und mit welchen Problemen sie konfrontiert sind...
Japans Senioren zwischen Tradition und Moderne
Japans Gesellschaft hat einen rasanten Wandel vollzogen. Tradition und Moderne klaffen vor allem zwischen ländlichen und städtischen Regionen weit auseinander. Karin Kleinefeld hat sich auf ihrer Reise durch Japan für Pro Alter einen Überblick der Situation der Senioren vor Ort verschafft und ist u.a. der Frage nachgegangen, ob die angeblich so technikverliebten Japaner auch in der Pflege von kranken und hilfsbedürftigen Senioren seelenlose Roboter einsetzen...
Alte Menschen gehören im neu geordneten Osteuropa zu den größten Verlierern
"Wer kann, wandert aus - zurück bleiben die Alten"
"Die Gesundheitspflege in den Ländern Mittel- und Osteuropas ist ein Schwerpunkt, den die Robert-Bosch-Stiftung fördert. In diesem Zusammenhang werden auch humanitäre Projekte im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe und der Qualifizierung in Gesundheits- und Sozialberufen unterstützt. Um erfolgversprechende neue Förderprojekte zu erkunden, hat die Stiftung mehrere Seminarreisen durchgeführt und dazu Praktiker und Wissenschaftler aus den Bereichen Gesundheit, Altenhilfe, Behindertenhilfe und berufliche Bildung eingeladen. Im Oktober 2005 ging die Reise nach Moldawien. Dr. Willi Rückert vom KDA berichtet in Pro Alter von seinen Eindrücken dort...
"Ein alter Mensch, der stirbt, ist wie eine Bibliothek in Brand"
Über das Altern in Kamerun
Wenn ein Europäer das Alter eines Menschen aus Kamerun schätzen soll, dann fällt ihm das häufig schwer. Mal so eben zehn oder zwanzig Jahre danebenzuliegen ist keine Seltenheit. Wie viele Menschen in Afrika führt auch ein Großteil der Kameruner ein hartes und entbehrungsreiches Leben. Die Landwirtschaft ist nach wie vor der Hauptbeschäftigungszweig des Landes, und das bedeutet Hand- und Knochenarbeit. Wer von jung an auf dem Feld arbeiten musste, sieht mit 50 Jahren bereits alt, ja regelrecht verbraucht aus und gleicht unserem Empfinden nach eher einer etwa 80-jährigen Person. Doch das Alter spielt für die Kameruner im Alltag auch keine Rolle wie Dr. Angelika Zegelin und Emile Nziemi Wanko in Pro Alter berichten...
