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Abschlußveranstaltung

Kategorie:Pressemitteilungen
Datum:31. Jan 2006

"Die heutige Abschlussveranstaltung hat ein aktivierendes und ermutigendes Motto: Potenziale des Alters - MigrantInnen gestalten mit!

Bonn, 31. Januar 2006. "Die heutige Abschlussveranstaltung hat ein aktivierendes und ermutigendes Motto: Potenziale des Alters - MigrantInnen gestalten mit! Es ist erfreulich, dass sich an der Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe außer der deutschen Altenhilfe und den Sozialverbänden so viele Menschen mit Migrationshintergrund beteiligt haben und aktiv geworden sind.. Nun gilt es, die Potenziale der betroffenen älteren Migranten zu fördern und für alle nutzbar zu machen."

Mit diesen Worten begrüßte die neue Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Frau Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, heute in Bonn die über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Abschlussveranstaltung zur Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe. Der Arbeitskreis der Kampagne, das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) und der AWO Bundesverband e.V., hatten die Abschlusstagung gemeinsam ausgerichtet.

"Die Zahl älterer Migrantinnen und Migranten wird in den nächsten Jahren stark zunehmen. Im Jahr 2010 werden es schätzungsweise 1,3 Mio. ältere Mitbürger mit ausländischem Pass sein. Hinzu kommen eingebürgerte Migrantinnen und Migranten und ältere Aussiedlerinnen und Aussiedler, die zum Teil erst im hohen Alter nach Deutschland eingewandert sind. Die Institutionen der Altenpflege und Altenarbeit stehen vor der Herausforderung, den Anspruch alt gewordener Migrantinnen und Migranten auf Beratung, Betreuung und Pflege sicherzustellen und ihre Angebote kultursensibel auszurichten." Dies erläuterte Ilsa Diller-Murschall, stellvertretende Geschäftsführerin des AWO Bundesverbandes e.V., bei der Pressekonferenz zur Abschlussveranstaltung der Kampagne für eine kultursensiblen Altenhilfe.

Aufklärung und Begegnung hilft Barrieren abbauen

"Wir brauchen Strukturen, die es erlauben, Zugangsbarrieren zu den Angeboten der Altenhilfe für Menschen aller Kulturen abzubauen, Nutzungsbarrieren zu überwinden. Aufklärung und Begegnung sind dabei die Tore für eine interkulturelle Öffnung", forderte Angelika Ertl vom Arbeitskreis "Kampagne für ein kultursensible Altenhilfe". Mit dem Memorandum und der Kampagne für ein kultursensible Altenhilfe habe man den richtigen Weg eingeschlagen, der jedoch auch weiter begangen werden müsse, so Klaus Großjohann, Geschäftsführer des KDA.

Schweiz beteiligt sich an der Kampagne

"In der Schweiz leben heute rund 1,5 Millionen Ausländerinnen und Ausländer aus 190 unterschiedlichen Ländern und Kulturen, das sind rund 20 Prozent der schweizerischen Wohnbevölkerung. Für viele von ihnen wird ihr ursprüngliches Gastland, nach der Zeit der Erwerbstätigkeit, ihre neue Heimat. Es soll deshalb auch in der Schweiz zu einer Selbstverständlichkeit werden, dass die Dimension "Migration" in allen Fragen der Altersplanung mitgedacht wird - unter Einbezug der Betroffenen und mit dem Ziel, ihnen allen in ihrer neuen Heimat ein Altern in Würde zu ermöglichen", so Paul Sütterlin von der Eidgenössischen Ausländerkommission namens des "Nationalen Forums Alter & Migration" der Schweiz. Durch die Schweiz fährt ein Kampagnenbus, das Pendant zu den deutschen Kampagnenkoffern, der die Einrichtungen und Dienste sowie Seniorinnen und Senioren und Migrantinnen und Migranten informiert und miteinander vernetzt. Zur Abschlussveranstaltung war die Delegation aus der Schweiz mit dem Bus angereist, der vor dem Veranstaltungsort besichtigt werden konnte. Träger des Projektes ist die Schweizer Dachorganisation Heime und Institutionen CURAVIVA.

"Aufeinander zugehen - voneinander lernen"

Am 1. Oktober 2004 startete die Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Über 150 Verbände und Institutionen beteiligten sich an der Kampagne und gestalteten mit ihren eigenen Ressourcen bundesweite Aktionen. Wie das Motto der Kampagne "Aufeinander zugehen - voneinander lernen" bereits ausdrückt, sollte Migrantinnen und Migranten der Zugang zu Angeboten der Altenhilfe erleichtert werden. Zugleich wurden Einrichtungen der Altenhilfe bei der Umsetzung der kultursensiblen Altenhilfe durch Informationen und Schulungen unterstützt. Als Symbol für die Wanderschaft und Migration hatten die Organisatorinnen und Organisatoren die Materialien, mit denen Aktionen, Projekte, Aus- und Fortbildungen durchgeführt werden konnten, in Koffer gepackt. 15 Monate reisten diese Kampagnenkoffer durch Deutschland, die Schweiz und Österreich und trugen so dazu bei, die Prinzipien einer kultursensiblen Altenhilfe in den Einrichtungen und Diensten der Altenhilfe bekannt zu machen.

 

Bei Rückfragen:
Kampagnenbüro
Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)
Simone Helck/Monika Reuß
Telefon: 02 21/93 18 47-10
E-Mail: publicrelations@kdade