Pro Alter 1/2007
Kategorie: ProAlter Ausgaben - am 5. Mär 2009
Menschen mit Demenz im Krankenhaus
Die meisten Krankenhäuser sind noch nicht auf die steigende Zahl von Patienten mit Demenz eingestellt. In der Regel wird „nur" ihre akute somatische Erkrankung behandelt. Die Demenz, sofern sie überhaupt diagnostiziert wurde, tritt dabei oft in den Hintergrund. Das hat für altersverwirrte Patienten, aber auch für Angehörige und das Pflegepersonal, nicht selten fatale Folgen. Das Titelthema von Pro Alter 1/2007 klärt auf.

Menschen mit Demenz im Krankenhaus
Für Betroffene, Angehörige, Mediziner und Pflegekräfte kann das herausfordernde Verhalten von Menschen mit Demenz, die wegen anderer Diagnosen im Krankenhaus behandelt werden müssen, oft zur Zerreißprobe werden. Arbeitsabläufe werden gestört, Mitarbeiter sind überfordert und die Betroffenen leiden unter den Missverständnissen oder falschen Behandlungen vor Ort. Pro Alter weist auf bestehende Probleme eines noch weitgehend ungelösten Problems hin und stellt dabei verschiedene Projekte sowie Lösungsansätze vor.
Pro Alter 1/2007 ist in der Printversion leider schon vergriffen. Die einzelnen Beiträge können jedoch über clickandbuy als e-Paper im pdf-Format heruntergeladen werden!
Weitere Themen dieser Ausgabe sind:
- Neue Studie zum Wohnen im Alter:
Kommunen stellen sich den demografischen Herausforderungen - Baugruppen:
Zusammen bauen – gemeinschaftlich wohnen - Memory-Kliniken:
Unterstützung für ein „Leben zwischen zwei Welten" - Amtlich anerkannte Mensch-Hunde-Teams betreuen Menschen mit Demenz:
„Tiere in ihrer Natürlichkeit stellen ein optimales niedrigschwelliges Angebot dar" - „Älter werden ist eine Chance und kein Problem":
Handlungsempfehlungen und Wege aus der Altersdiskriminierung - Glosse:
„Situative Tagespflege" – Alles Etikettenschwindel? - Aus kritischen Ereignissen lernen:
Ein Fehlerberichts- und Lernsystem für die Altenpflege - Neuer KDA-Vorstand gewählt
Titelthema
- Wenn eine „Nebendiagnose" den Krankenhausalltag verändert:
Patienten mit Demenz – von neuen Konzepten, aktuellen Modellen und vielen Erfahrungen - Neues Lern- und Arbeitsbuch:
Beste Praxis-Beispiele aus Schottland für Pflege(fach)kräfte - Das Experteninterview zum Thema „Überleitungspflege":
„Verhindern, dass der Krankenhausaufenthalt zum Horror-Trip wird" - Herausforderung Überleitungsmanagement:
Es gilt, „Drehtüreffekte" zu vermeiden - Krisensituation Krankenhausaufenthalt:
Tipps für beruflich Pflegende - Orientierungshilfen für Menschen mit Demenz in der Akutgeriatrie
Die Orientierungsschwierigkeiten von Menschen mit Demenz können sich durch einen Krankenhausaufenthalt so sehr verstärken, dass sich die Symptome einer bisher vielleicht unerkannten Demenz womöglich erstmals zeigen oder gar verschlimmern. Das führt zu einer immensen Belastung nicht nur der Betroffenen, sondern auch des Krankenhauspersonals, das auf herausforderndes Verhalten zum Beispiel viel zu oft mit der Vergabe von Sedativa reagiert. PRO ALTER will mit seinem Titelthema Pflege(fach)kräfte stärker für diese wachsende Patientengruppe sensibilisieren und stellt ihnen neue wegweisende Erkenntnisse im Umgang mit ihnen vor. Davon profitieren beruflich Pflegende aus der Kranken- und Altenpflege gleichermaßen, da sie gegenseitig über die spezifischen Probleme, Arbeitsweisen und auch Möglichkeiten an den jeweiligen Arbeitsstätten aufgeklärt werden. Eine gelungene Überleitungspflege hilft so auch die von allen Beteiligten ungewollten „Drehtüreffekte" zu vermeiden, bei denen Menschen mit Demenz unnötigerweise zwischen den Einrichtungen hin und her verlegt werden...
Lesetipp:
Carole Archibald: "Menschen mit Demenz im Krankenhaus. Ein Lern- und Arbeitsbuch für Pflegefachkräfte." Übersetzt aus dem Englischen von Britta Wilken. Köln, 2007. ISBN 978- 3-935299-96-6, 164 Seiten für 18,50 Euro.
"Menschen mit Demenz im Krankenhaus" im KDA-Online-Shop bestellen
Neue Studie zum Wohnen im Alter: Kommunen stellen sich den demografischen Herausforderungen
Eine aktuelle Untersuchung, die das KDA im Auftrag des Bundesseniorenministeriums bei allen Kreisen und kreisfreien Städten durchgeführt hat, gibt einen Überblick, wie Kommunen ihr Wohnangebot an die Bedürfnisse älterer Bürgerinnen und Bürger angepasst haben und welche Unterstützung sie sich wünschen, um in Zukunft dieses Handlungsfeld bedarfsgerecht gestalten zu können. Von 439 angeschriebenen kreisfreien Städten und Landkreisen haben sich 57 Prozent an der Befragung beteiligt. Die KDA-Referentin Ursula Kremer-Preiß, die diese Studie durchgeführt hat, gibt in PRO ALTER das Struktur- und Meinungsbild von mehr als der Hälfte aller Kommunen wieder...
Baugruppen: Zusammen bauen – gemeinschaftlich wohnen
Wenn sich mehrere Personen zusammenschließen, um gemeinsam zu bauen und zu wohnen, dann kann dies unter mehreren Namen geschehen: „Baugruppe", „Baugemeinschaft", „gemeinschaftliches Wohnen", „Generationenwohnen" oder „selbstorganisiertes Wohnen" sind nicht nur Begriffe, die immer häufiger über die Medien transportiert werden, sondern sie stehen auch für Wohnformen, die seit einigen Jahren wieder an Popularität gewinnen. Der Einfachheit halber bleibt die Autorin in PRO ALTER beim Begriff „Baugruppe" und erklärt u. a., warum diese Wohnform gerade auch für alte Menschen interessant sein kann...
Typische Probleme in Altenheimen – Lösungsansätze für die Praxis:
Wie mit kleinen Ideen beachtliche Effekte bei der Ernährung von Pflegeheimbewohnern erzielt werden können
Die Ernährung und Flüssigkeitsversorgung war Thema des Projektes „Benchmarking in der Pflege", in dem in ausgewählten Altenpflegeeinrichtungen einerseits der Ernährungszustand der Heimbewohner erhoben wurde. Andererseits wurden aber auch die Mahlzeiten vor Ort begutachtet sowie Bewohner- und Mitarbeiterbefragungen und strukturierte Selbstbewertungen durchgeführt. Dem Projektverantwortlichen im KDA, Henry Kieschnick, hat seine Arbeit wieder einmal gezeigt, dass es sich lohnt, in einer Einrichtung erst einmal ganz genau hinzuschauen auf das, was gut und was nicht so gut läuft, um den Weiterentwicklungsbedarf genau identifizieren zu können. Einige der vielen kleinen Überraschungen, die in den Ergebnissen des Projektes steckten, stellt der Experte für Pflegeorganisation in PRO ALTER vor...
Lesetipp:
Helen Crawley: "Essen und Trinken bei Demenz" Köln, 2005. ISBN 978- 3-935299-80-X, 89 Seiten für 9,80 Euro
"Essen und Trinken bei Demenz" im KDA-Online-Shop bestellen
KDA-Info: Benchmarking in der Pflege zum Thema Ernährung und Flüssigkeitsversorgung
Memory-Kliniken: Unterstützung für ein Leben zwischen zwei Welten
In Deutschland gibt es inzwischen in vielen Städten sogenannte Memory-Kliniken oder Gedächtnisambulanzen, die sich auf die Früherkennung und Therapie von demenziellen Erkrankungen spezialisiert haben. Oft bieten diese Einrichtungen aber noch viel mehr – was und wie sie arbeiten, zeigt PRO ALTERam Beispiel der Memory Clinic in Bonn...
Amtlich anerkannte Mensch-Hunde-Teams betreuen Menschen mit Demenz: „Tiere in ihrer Natürlichkeit stellen ein optimales niedrigschwelliges Angebot dar"
Zum 1. Januar 2002 ist das Pflegeleistungsergänzungsgesetz in Kraft getreten, das die Finanzierung „zusätzlicher Betreuungsleistungen" vorsieht. Dazu gehören neben Tages-, Nacht- sowie Kurzzeitpflege und besonderen Betreuungsangeboten zugelassener Pflegedienste auch die so genannten niedrigschwelligen Betreuungsangebote. Im oberbayerischen Weilheim gibt es ein Projekt, das unter den nach Landesrecht anerkannten niedrigschwelligen Angeboten bundesweit einmalig ist: Dort betreuen Mensch-Hunde-Teams Menschen mit Demenz. PRO ALTER sprach darüber mit Petra Strgies, Gründerin und Vorsitzende der Alzheimergesellschaft Pfaffenwinkel...
„Älter werden ist eine Chance und kein Problem": Handlungsempfehlungen und Wege aus der Altersdiskiminierung
Am 22. Februar fand in Köln die Tagung „Handlungsempfehlungen und Wege aus der Altersdiskriminierung. Gleichbehandlung älterer Menschen" als Nachfolgeveranstaltung der letztjährigen Tagung „Altersdiskriminierung – Alterspotenziale – Wie sieht der Alltag aus?" statt. Mit dem Ziel, Senioren-Organisationen, Verbänden und Kommunen Wege aus der Altersdiskriminierung zu zeigen, wurden entsprechende Ansätze und Beispiele aus Europa und Nordrhein- Westfalen dargelegt und diskutiert sowie das Faltblatt „Altersdiskriminierung – und was tun?" vorgestellt. Das KDA hat zusammen mit der Landesseniorenvertretung NRW und mit finanzieller Förderung des NRW-Generationenministeriums die Veranstaltung ausgerichtet, über deren Verlauf PRO ALTER ausführlich berichtet...
Aus kritischen Ereignissen lernen: Ein Fehlerberichts- und Lernsystem für die Altenpflege
Qualität in der Altenpflege dadurch zu verbessern, dass über kritische Ereignisse im Internet berichtet werden kann, mag auf den ersten Blick nicht einleuchten. Es könnte der Eindruck entstehen, es handele sich um eine Website, auf der zumeist gute Altenpflege schlechtgeredet und diffamiert werden könnte. Der Projektleiter Heiko Fillibeck erläutert in PRO ALTER den Ansatz des vorgesehenen Fehlerberichts- und Lernsystems im Detail...

