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Pro Alter 4/2007

Kategorie: ProAlter Ausgaben - am 5. Mär 2009

Kritische Ereignisse: Berichts- und Lernsysteme im Internet

Wo Menschen mit Menschen arbeiten, bleiben kritische Ereignisse nicht aus – auch in der Altenpflege. Aus den Erfahrungen solcher Ereignisse können andere jedoch lernen, damit sich diese nicht wiederholen. PRO ALTER 4/07 stellt das Online-Berichts- und Lernsystem „Aus kritischen Ereignissen lernen" vor und berichtet über den bisherigen Verlauf.

Titelbild Pro Alter 4/07Kritische Ereignisse: Berichts- und Lernsysteme im Internet

Fehler in der Medizin und Pflege zählen zu den zehn häufigsten Todesursachen im Gesundheitswesen. Deshalb ist es notwendig, die Qualität der Altenpflege ständig weiter zu entwickeln. Dabei gilt es nicht nur, die internen sowie externen Instrumente zu stärken, sondern auch nach neuen Wegen zu suchen: PRO ALTER stellt im Titelthema 4/07 das neue internetbasierte Berichts- und Lernsystem „Aus kritischen Ereignissen lernen" vor, das schon im Vorfeld zum Teil hohe Wellen geschlagen hat.
Heiko Fillibeck, der Projektleiter im KDA, erläutert anhand einiger Beispiele, die neben vielen anderen im System nachzulesen sind, wie die Altenpflege auf modernem Weg ihr Qualitätsprofil schärfen kann. Darüber hinaus informiert PRO ALTER über die Funktionsweise und die Voraussetzungen für die Realisierung in der Praxis, sowie über Erfahrungen im Bereich der Medizin, wo solche Lern- und Berichtssysteme bereits erfolgreich eingesetzt werden...

 

Weitere Themen dieser Ausgabe sind:

  • Schwerpunktthema: Wohnkonzepte für Menschen mit Demenz:
    An Pflegeoasen scheiden sich die Geister
  • Tiergestützte Therapie: „Es gibt kein effektiveres Medium"
    Zahllose Einzelbeispiele belegen Therapieerfolge – eine systematische Untersuchung ist aber dringend erforderlich.
  • KDA gründet Stiftung ProAlter:
    „Es ist Zeit zu handeln"
  • „Kultursensible Altenhilfe – konkret!"
    1. Fach- und Vernetzungstagung in Berlin
  • Interview mit dem Vorsitzenden von „Handeln statt Misshandeln":
    „Positive Störenfriede" – zehn Jahre Kampf gegen Gewalt im Alter

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Titelthema:

Kritische Ereignisse: Berichts- und Lernsysteme im Internet

  • Incident-Reporting-Systeme erhöhen die Sicherheit im Gesundheitssystem
  • KDA-Qualitätsoffensive für die Pflege:
    Aus kritischen Ereignissen lernen – ein Online-Berichts und Lernsystem für die Altenpflege
  • Lernen vom „Bericht des Monats"
  • Das PRO ALTER-Experteninterview:
    „Berichts- und Lernsysteme helfen, die Versorgungsqualität im immer komplexeren Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten"

Im Online-Berichts- und Lernsystem „Aus kritischen Ereignissen lernen" sind mittlerweile zahlreiche Beiträge eingegangen. Heiko Fillibeck, der Projektleiter im KDA, stellt vermeintliche Lappalien und atemstockende Ungeheuerlichkeiten vor und erklärt, wie solche Einzelfälle helfen, die Qualitätsentwicklung voranzutreiben. Darüber hinaus gibt das PRO ALTER-Titelthema sowohl Auskunft über die grundsätzliche Funktionsweise moderner Incident-Reporting-Systeme (IRS), den konkreten Nutzen für Mitarbeiter und die Führungsebene als auch über die rechtliche Situation der Ereignis- Melder und -Kommentatoren: Durch mehrere Schritte zur zuverlässigen Anonymisierung bietet das System einen zuverlässigen Schutz vor negativen rechtlichen Konsequenzen.
Kritiker solcher Systeme behaupten, es sei reine Zeit- und Geldverschwendung und man solle lieber direkt in die Pflege und Pflegeausbildung investieren. Dr. Barbara Hoffmann, die Leiterin des Lernsystems „Jeder Fehler zählt", das bereits seit mehreren Jahren erfolgreich im Bereich der Hausarztpraxen besteht und dem System „Aus Kritischen Ereignissen lernen" vergleichbar ist, kann dem nur entgegnen. Im PRO ALTER-Experteninterview erklärt Hoffmann, dass durch die Nutzung des Lernsystems genau dieser Effekt erzielt wird: „Die Informationen, die Sie aus der Pflege erhalten, können direkt in die Veränderungsprozesse einfließen."


Schwerpunktthema:

Wohnkonzepte für Menschen mit Demenz: An Pflegeoasen scheiden sich die Geister

  • Pflegeoasen: Ja, Nein oder doch Jein?
    KDA-Umfrage bei den Landesministerien
  • Das PRO ALTER-Experteninterview:
    Mehrbettzimmer bieten keine Wahl zwischen Rückzug und Gemeinschaft

Die stetig steigende Zahl schwer- und schwerstpflegebedürftiger Pflegeheimbewohner mit ereingeschränkter Mobilität bis hin zur Bettlägerigkeit und fortgeschrittener Demenz stellen die Einrichtungen vor erhebliche pflegerisch-konzeptionelle, ethische sowie architektonische Probleme: Wie sieht der optimale Lebensraum für schwer demenziell erkrankte und bettlägerige Menschen aus? Wie viel Nähe zu anderen brauchen sie, wie viel Privatheit ist ihnen (noch) wichtig? Fühlen sie sich in einem Einzelzimmer am wohlsten, oder sind sie im Doppel- oder gar Mehrbettzimmer nicht viel besser aufgehoben? Fragen wie diese spalten die Altenhilfeszene.
Das PRO ALTER-Schwerpunktthema gibt einen Überblick über den Stand der Diskussion unter den Expertinnen und Experten...


Tiergestützte Therapie: „Es gibt kein effektiveres Medium"

Zahllose Einzelbeispiele belegen Therapieerfolge – eine systematische Untersuchung ist aber dringend erforderlich.

Tiergestützte Aktivitäten in der Altenpflege wirken sich nicht nur im Umgang mit demenziell Erkrankten positiv aus. Interessant ist auch ein Blick auf die tiergestützte Therapie im Hinblick auf rehabilitative Prozesse und Erfolge bei Krankheitsbildern wie Schlaganfall und Wachkoma, die nicht nur zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen, sondern auch zu echten Kosteneinsparungen führen können...

  • Lesetipp: Kuratorium Deutsche Altershilfe (Hrsg.): "Tiere öffnen Welten©" Ideen - Projekte - Leitlinien zum fachgerechten Einsatz von Hunden, Katzen und Kaninchen in der Altenhilfe, KDA-Reihe: "vorgestellt", Nr. 75, Köln: KDA, 2007, ISBN: 978-3-935299-99-0; Ca. 150 Seiten, Preis: 16,50 Euro zzg. Versandkosten

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KDA gründet Stiftung ProAlter

  • Es ist Zeit zu Handeln
  • Interview mit dem Stiftungsvorsitzenden der Stiftung ProAlter, Prälat i.R. Rudolf Schmidt:
    „Das hilfreiche Alter hilfreicher machen!" – für Selbstbestimmung und Lebensqualität
  • Das Beispiel SOLIDAR aus Bremerhaven:
    „Sie sind da, um die Seele zu pflegen"

Am 1. Oktober dieses Jahres hat das KDA die „Stiftung ProAlter – für Selbstbestimmung und Lebensqualität" in Köln gegründet und Anfang November auf einer Pressekonferenz in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Unterstützt wurde der Stiftungsvorstand dabei von der Gerontologin und Bundesfamilienministerin a. D., Prof. Dr. Ursula Lehr und dem KDA-Vorstandsvorsitzenden Dr. h.c. Jürgen Gohde. Warum die beiden sich für die Stiftungsgründung einsetzen, welche Aufgaben und Ziele ProAlter verfolgt und wie bereits existierende Initiativen im Stiftungssinn tätig sind, können Sie in diesem Dossier kostenlos nachlesen...

 


 

„Kultursensible Altenhilfe – konkret!"

1. Fach- und Vernetzungstagung in Berlin

Im Oktober 2007 fand unter dem Motto „Kultursensible Altenhilfe – konkret! Für ein würdevolles Altern in vertrauter Umgebung" die erste Fach- und Vernetzungstagung des Forums für eine kultursensible Altenhilfe in Berlin statt. PRO ALTER berichtet ausführlich über die vom DRK ausgerichtete und vom KDA initiierte Veranstaltung...


Interview mit dem Vorsitzenden von „Handeln statt Misshandeln": „Positive Störenfriede" – zehn Jahre Kampf gegen Gewalt im Alter

Beispiele der praktischen Arbeit von HsM

„Sehen – Hören – Einmischen – Handeln – Verantwortung übernehmen", lautet das Motto von Handeln statt Misshandeln (HsM), das sich die Bonner Initiative gegen Gewalt im Alter schon seit einem Jahrzehnt auf ihre Fahnen geschrieben hat. Die gemeinnützige und unabhängige Notruf-, Beratungs- und Informationsstelle war 1997 die erste dieser Art in Deutschland und seitdem Vorbild für viele ähnliche Initiativen im Land. ProAlter gratuliert HsM für das langjährige Engagement und hat mit dem Gerontopsychiater und KDA-Kurator Prof. Dr. Rolf Hirsch gesprochen, der dem gemeinnützigen Verein „Handeln statt Misshandeln – der Bonner Initiative gegen Gewalt im Alter e.V. von Beginn an vorsteht...