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Pro Alter 3/2008

Kategorie: ProAlter Ausgaben - am 1. Apr 2009

Gehör verschaffen! Hilfen für Menschen mit Hörschädigungen

 

Titelseite Pro Alter 3/2008

Gehör verschaffen! Hilfen für Menschen mit Hörschädigungen

Eine Hörschädigung ist keine Frage des Alters. Menschen aller Altersgruppen können jederzeit eine Hörschädigung erleiden. Obwohl auch immer mehr Jugendliche darunter leiden, gehören aber ältere Menschen zu den Hauptbetroffenen. So hat eine Untersuchung der Universität Witten/Herdecke aus dem Jahr 2000 ergeben, dass jede dritte Person zwischen 60 und 69 und jede zweite über 70 schwerhörig ist. Das macht deutlich, dass gerade Altenpflegeeinrichtungen viel mit dem Problem Hörschädigung zu tun haben. Schätzungen gehen von 45 bis 75 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner aus, die davon betroffen sind. Mit seinem Titelthema will die aktuelle PROALTER-Ausgabe diesem Thema mehr Gehör verschaffen...

Weitere Themen dieser Ausgabe sind:

  • Schwerpunkt: MRSA
    - Aktuelle Hygienekonzepte für Menschen mit resistenten Mikroben in Altenpflege-Einrichtungen
    - Ein Sonderwohnbereich für Menschen mit Demenz und MRSA?
  • Zukunft Quartier:
    KDA erstellt Potenzialanalyse für Netzwerk „Soziales neu gestalten" (SONG)
  • Lernen vom Bericht des Monats unter www.kritische-ereignisse.de:
    Nächtliche Übergriffe
  • Neues aus dem Modellprojekt „Werkstatt Pflegestützpunkte":
    „Betriebskonzepte sind eine Lösung"

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Titelthema:

Gehör verschaffen! Hilfen für Menschen mit Hörschädigungen

  • Der Attendorner Hörservice:
    Viele Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen vernachlässigen Hörprobleme
  • Das ProAlter-Experteninterview:
    „Hörgeräte sind keine pfeifenden, beigefarbenen, großen Prothesen am Ohr mehr"
  • 50 Prozent mehr Zeit für die Kommunikation:
    Stellungnahme des Deutschen Schwerhörigenbundes zum Pflege-Weiterentwicklungsgesetz
  • Hörhilfen und ihre Finanzierung
  • Barrierefrei Bauen und Wohnen: Bedürfnisse und Anforderungen hörgeschädigter Menschen
  • „Eine fest eingeschworene Gemeinschaft":
    Ein Besuch bei einer Altenpflegeeinrichtung für Hör- und Sprachbehinderte
  • Doppelt ausgeschlossen:
    Menschen mit Demenz und Hörschädigung; neuer KDA-Ratgeber hilft mit zahlreichen Tipps

Wer sehr schlecht oder gar nicht hört, fühlt sich in der Welt der gut Hörenden oft ausgegrenzt. Wenn mit zunehmendem Alter zusätzliche körperliche Einschränkungen und Pflegebedürftigkeit hinzukommen, wird die Lebenswelt hörgeschädigter Menschen immer enger. So ist zum Beispiel davon auszugehen, dass von den 1,1 Millionen an Demenz erkrankten Menschen in Deutschland bereits viele an einer Hörschädigung leiden und ihre Zahl in den kommenden Jahren zunehmen wird. Trotzdem fehlt es in der Altenhilfe an Informationen und Konzepten, wie mit hörgeschädigten Menschen und solchen, die zugleich an einer Demenz leiden, kommuniziert und umgegangen werden kann. Das ist umso bedauerlicher, da manchmal schon Kleinigkeiten helfen, um die Lebensqualität der Betroffen deutlich zu verbessern, wie das umfangreiche ProAlter-Titelthema zeigt.

Literaturtipp:

  • Kuratorium Deutsche Altershilfe (Hrsg.): dazugeHÖREN – Türen öffnen zum hörgeschädigten Menschen mit Demenz. Ein Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Pflegende. Köln 2008, ISBN 978-3-940054-10-4, 9,80 Euro zzgl. Versandkosten.

Der Ratgeber bietet zahlreiche fundierte Hilfestellungen, angefangen bei einer korrekten Diagnosestellung durch Hörtests über Tipps zur Verbesserung der Kommunikation bis hin zu baulichen Verbesserungen von Räumen. Ein Praxiskonzept für stationäre Altenpflegeeinrichtungen sowie Literaturhinweise, Adressen und eine Dokumentationshilfe zum Erkennen und Dokumentieren von Hörschädigungen runden den Ratgeber ab.


Schwerpunktthema:

MRSA

  • MRSA in Altenpflege-Einrichtungen
  • MRSA – aktuelle Hygienekonzepte für Menschen mit resistenten Mikroben in Altenpflege-Einrichtungen
  • Ein Sonderwohnbereich für Menschen mit Demenz und MRSA?

Immer wieder kommt es in Alten- und Pflegeheimen zu größeren Ausbrüchen von MRSA-Infektionen. Und es gibt verschiedene Ansätze, wie die Einrichtungen MRSA begegnen. Es ist nicht ganz einfach, die komplizierten und besonderen, aber notwendigen Hygienemaßnahmen Mitarbeitenden, Angehörigen und vor allem den Bewohnern mit MRSA zu vermitteln vor allen Dingen, wenn diese zudem noch an Demenz erkrankt sind. Im Schwerpunktthema stellt der ausgewiesene Hygieneexperte Franz Sitzmann in seinem umfangreichen Fachartikel aktuelle Hygienekonzepte für Menschen mit resistenten Mikroben in Altenpflege-Einrichtungen vor. Die ProAlter-Reportage berichtet aus einer Einrichtung, die sich entschieden hat, einen eigenen Sonderwohnbereich für Menschen mit Demenz und MRSA zu gründen...


Zukunft Quartier:

 KDA erstellt Potenzialanalyse für Netzwerk „Soziales neu gestalten" (SONG)

Das KDA hat gemeinsam mit dem Hannoveraner Büro für sozialräumliche Forschung und Beratung vier Projekte der Netzwerkpartner „Soziales neu gestalten" untersucht. Die Ergebnisse dieser „Potenzialanalyse ausgewählter Wohnprojekte" liegen nun vor und wurden kürzlich von der Bertelsmann Stiftung veröffentlicht...

Literaturtipp: Netzwerk: Soziales neu gestalten (Hrsg.): Zukunft Quartier – Lebensräume zum Älterwerden. Band 1: Eine Potenzialanalyse ausgewählter Wohnprojekte. 2008, 280 Seiten, ISBN 978-3-89204-947-0.


Lernen vom Bericht des Monats unter www.kritsche-ereignisse.de:

Nächtliche Übergriffe  

Im Bericht des Monats September 2008 „Nächtliche Übergriffe" des KDA-Berichts- und Lernsystems „Aus kritischen Ereignissen lernen" schildern Pflegekräfte ihre Beobachtung von nächtlichen sexuellen Übergriffen eines Bewohners auf seine Ehefrau. Dieser Beitrag macht deutlich, dass kritische Ereignisse im Altenheim nicht immer den unmittelbaren Arbeitsbereich der Pflegenden betreffen. Mit Hilfe des Systems können sie aber erarbeiten und darstellen, welche Vorgehensweise Pflegende wählen können, um kritische Ereignisse wie das Geschilderte zu unterbinden...

Den Bericht können Sie selbstverständlich auch frei auf der Homepage www.kritische-ereignisse.de recherchieren und dort kostenfrei herunterladen!


Neues aus dem Modellprojekt „Werkstatt Pflegestützpunkte":

„Betriebskonzepte sind eine Lösung"

Das KDA begleitet und evaluiert das Bundesprojekt „Werkstatt Pflegestützpunkte" und damit 20 Einrichtungen, die an unterschiedlichen Standorten in Deutschland das Vorhaben „Errichtung eines Pflegestützpunktes" in die Praxis umzusetzen. Ziel dieses Modellprojektes ist es, Instrumentarien zum Aufbau und zum Betrieb von Pflegestützpunkten zu entwickeln. ProAlter sprach mit den Projektverantwortlichen über den gegenwärtigen Stand und die nächsten Schritte des Projektes...

Linktipp: Informieren Sie sich über das Projekt unter www.werkstatt-pflegestuetzpunkte.de