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"Lebenserfahrung sinnvoll einbringen und dabei PC-Erfahrung sammeln"

Kategorie:Pressemitteilungen
Datum:04. Okt 2000

Köln (KDA), 4. Oktober 2000 – Hinter vielen privaten alten Fotos verbirgt sich ein Stück interessante Zeitgeschichte. Diese Zeitdokumente mit Hilfe des Computers zu sammeln und der Öffentlichkeit per CD-Rom oder im Internet zu präsentieren, ist die

Köln (KDA), 4. Oktober 2000 – Hinter vielen privaten alten Fotos verbirgt sich ein Stück individuelle Zeitgeschichte, die auch für andere Menschen interessant und aufschlußreich sein kann. Diese persönlichen Zeitdokumente mit Hilfe des Computers zu sammeln und der Öffentlichkeit per CD-Rom oder im Internet zu präsentieren, ist die Idee, die hinter dem Projekt „Comma“ steht, das heute im Kölner Bürgerhaus Stollwerck an den Start gegangen ist. Comma ist die Abkürzung für „Community Multimedia Archive“. Es handelt sich dabei um ein Multimedia-Archiv, das Fotos, Texte, Tonaufnahmen und Videos enthalten kann. Die Software dafür wurde speziell für Personen ohne Computererfahrung entwickelt. In England, Nordirland, Dänemark und den Niederlanden archivieren Senioren bereits ihre Bilder und Erinnerungen. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat sich dafür eingesetzt, dass dieses lohnenswerte Projekt auch in Deutschland durchgeführt werden kann. Das erste deutsche Comma-Projekt bauen zehn Seniorinnen und Senioren zusammen mit der Sozialpädagogin Ulrike Mertens-Steck und dem Sozialarbeiter Stefan Klapheck auf.

Während der offiziellen Eröffnung demonstrierte die 66-jährige Comma-Teilnehmerin Hedi Westerdorf die einfache Handhabung der Comma-Software und archivierte digital das erste Foto. „Das Programm vereinfacht die Vorgänge, die sonst beim „Einlesen“ von Bildern notwendig sind“, betonte Stefan Klapheck. Das in England entwickelte Programm hilft in wenigen Schritten, den Bildern Informationen hinzuzufügen. Anhand von Stichworten wie „Ereignisse“, „Erziehung“, „Familie“ und „Tiere“ werden die Bild-Dokumente beschrieben.

Nach Auffassung des KDA führt Comma ältere Menschen ideal an die Nutzung neuer Medien heran. „Mit Comma können Ältere ihre Lebenserfahrungen sinnvoll einbringen und für andere zugänglich machen sowie gleichzeitig erste Erfahrungen mit dem Computer sammeln“, so die KDA-Referentin und Senioren-OnLine-Mitarbeiterin Annette Scholl. Dank der finanziellen Unterstützung der Kreis-sparkasse Köln konnte die englischsprachige Original-Software übersetzt, ein Multimedia-PC angeschafft werden und eine zweitägige Comma-Schulung in Köln stattfinden. Bis die ersten bildreichen Ergebnisse der Öffentlichkeit per CD-Rom oder gar im Internet unter www.commanet.org vorgestellt werden können, werde es bis Herbst 2001 dauern, meinte die Bürgerhaus-Mitarbeiterin Ulrike Mertens-Steck.