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Mit jährlich rund 2,4 Millionen Euro wird die Landesinitiative Demenz-Service Nordrhein-Westfalen in den kommenden drei Jahren unterstützt und kann damit die erfolgreiche Arbeit für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen fortsetzen. Die landesweite Koordination leistet das Kuratorium Deutsche Altershilfe.

Mit jährlich rund 2,4 Millionen Euro wird die Landesinitiative Demenz-Service Nordrhein-Westfalen in den kommenden drei Jahren unterstützt und kann damit die erfolgreiche Arbeit für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen fortsetzen. Bereitgestellt wird das Geld jeweils zur Hälfte vom Land Nordrhein-Westfalen sowie den Landesverbänden der Pflegekassen in NRW und dem Verband der privaten Krankenversicherung.

„Es ist mir persönlich ein großes Anliegen, die Situation für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen zu verbessern, damit sie trotz aller Einschränkungen und Belastungen, die die Erkrankung mit sich bringt, bestmöglich leben können und auch die Chance haben, schöne Momente genießen zu können. Demenzerkrankte gehören in die Mitte unserer Gesellschaft. Die Landesinitiative zeigt vorbildlich auf, wie Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Demenz umgesetzt werden kann“, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens heute anlässlich der Unterzeichnung einer entsprechenden Grundsatzvereinbarung mit den Trägern der Pflegeversicherung und der Landesinitiative Demenz-Service NRW.

Inklusion für Menschen mit Demenz bedeutet, nicht ausgegrenzt zu werden, sondern mittendrin zu bleiben und noch so viel wie möglich selbst entscheiden zu können, betonte die Ministerin. Nicht die Demenz sei das Problem, sondern eine Gesellschaft, die ein Problem mit Menschen mit Demenz habe.

In Nordrhein-Westfalen leben zurzeit etwa 300.000 dementiell erkrankte Menschen. Bis 2030 wird sich diese Zahl Schätzungen zufolge auf 450.000 erhöhen. Die Landesinitiative Demenz-Service NRW bietet Demenzerkrankten und ihren Angehörigen seit über zehn Jahren wohnortnahe Unterstützung und Hilfe, die sich an den individuellen Bedürfnissen und Bedarfen der Betroffenen orientieren und ist damit ein bundesweit einzigartiges Angebot. Die zwölf regionalen Zentren haben das Ziel, die häusliche Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen flächendeckend zu verbessern. Sie vernetzen Versorgungs- und Hilfeangebote im Quartier der Menschen und bauen diese Netzwerke in Kooperation mit vor Ort vorhandenen Diensten, Einrichtungen und Initiativen aus. Ein landesweites Servicezentrum widmet sich den speziellen Belangen von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Außerdem gehört ein wissenschaftliches Dialog- und Transferzentrum an der Universität Witten/Herdecke zur Landesinitiative. Die landesweite Koordination leistet das Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln.

„Menschen mit Demenz brauchen Zuwendung, Halt, Sicherheit und Geborgenheit. Wir müssen Menschen mit der Diagnose Demenz die Angst nehmen und ihnen weiterhin die Teilhabe am gewohnten Leben ermöglichen. Das gilt ebenso für ihre Angehörigen“, so Steffens. „Da die meisten von uns noch nicht gelernt haben, mit Demenzbetroffenen umzugehen, müssen wir uns als gesamte Gesellschaft dringend dafür öffnen und Rahmenbedingungen so verändern, dass Menschen mit Demenz so lange wie möglich ihr Leben in ihrer vertrauten Umgebung fortsetzen können“, so die Ministerin weiter.

Informationen zu den Demenzservice-Zentren finden Interessierte auf der Internetseite der Landesinitiative Demenz-Service NRW unter http://www.demenz-service-nrw.de