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Kategorie:KDA Nachrichten
Datum:19. Dez 2012

Mit rund 200 VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft, Wohlfahrtspflege, Altenhilfe und Medien hat das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) am 5. Oktober sein 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Als Schirmherr des KDA würdigte Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Festansprache die Arbeit des Kuratoriums: „Wenn es uns gelingt, mit unseren Ängsten vor dem Älterwerden umzugehen und das zu akzeptieren, wird unsere Gesellschaft humaner sein. Das KDA widmet sich dieser Aufgabe, eine humanere Gesellschaft zu schaffen.“

Dass das KDA dabei eine Art Zukunftswerkstatt der Altenarbeit sei, der die Arbeit nie ausgehe, betonte der Vorstandsvorsitzende des KDA, Dr. Jürgen Gohde. Bei seiner Arbeit zeige das KDA immer wieder einen langen Atem und Mut, auch an schwierigen Themen dranzubleiben.

In einer Gesprächsrunde mit der ehemaligen Bundesgesundheitsministerin Prof. Dr. Dr. Ursula Lehr, dem ehemaligen KDA-Vorsitzenden Prof. Dr. Günther Buhlmann und dem Prälat i. R. Rudolf Schmidt, Vorsitzender der Stiftung ProAlter, hoben die TeilnehmerInnen die Erfolge des Kuratoriums hervor und erinnerten sich an die Gründungszeit. „Das KDA war für die ArchitektInnen eine Art Wallfahrtsstätte, wenn man für die alten Menschen bauen wollte“, erinnert sich Buhlmann. Auch als Wegbereiter der Pflegeversicherung habe das KDA die gesetzliche Lage in diesem Bereich maßgeblich beeinflusst.

„Hut ab vor Wilhelmine Lübke!“, lobte Lehr den Einsatz der KDA-Gründerin. Und auch sonst vermochte die ehemalige Bundesgesundheitsministerin, die Festgäste hervorragend zu unterhalten, indem sie ihre Wünsche an das KDA kurz und bündig darlegte: „Fragen wir doch nicht nach den Grenzen, die mit zunehmendem Alter entstehen, sondern nach uns verbliebenen Möglichkeiten!“ Schmidt wünschte dem KDA, „dass es als eine unabhängige und fachlich hoch kompetente Institution immer wieder nachdrücklich dafür eintreten kann, dass Selbstbestimmung und Lebensqualität unter den Bedingungen von Pflegebedürftigkeit wirklich, so gut es irgend geht, gewährleistet bleiben, sowohl in den stationären oder halbstationären Einrichtungen als auch zu Hause.“

Die Veranstaltung zum 50. Jahrestag der KDA-Gründung verdeutlichte einmal mehr die gesellschaftspolitische Relevanz des Alters und des Alterns im Angesicht der Herausforderungen des demografischen Wandels. Und so schlug auch Barbara Steffens, NRW-Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter kritische Töne an. Sie warnte im Hinblick auf den demografischen Wandel und dessen Herausforderungen: „Wir haben mittlerweile nicht fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf. In unserer Gesellschaft gilt es, nicht die Bewusstseinsdefizite, sondern die Umsetzungsdefizite zu beseitigen.“

Die Zeit, sich nach getaner Arbeit zur Ruhe zu setzen, ist für das Kuratorium deshalb auch noch lange nicht gekommen. Im Gegenteil: Die Kernthemen des Kuratoriums stehen mehr denn je auf der großen politischen Agenda.

 

Dokumentation des Festakts (PDF, 500 kb)

Videos:

  • Zusammenfassung des Festakts: Video (9:48 Min)
  • Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck: Video (32:27 Min)
  • Rede von Dr. h. c. Jürgen Gohde, Vorsitzender des KDA: Video (17:45 Min)
  • Rede von Barbara Steffens, NRW-Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter: Video (7:43 Min)
  • Gesprächsrunde mit Prof. Dr. Dr. Ursula Lehr, Prof. Dr. Günther Buhlmann und Prälat i. R. Rudolf Schmidt: Video (22:08 Min)