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Kategorie:KDA Nachrichten
Datum:20. Nov 2015

Nach innovativen Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels sucht das „Netzwerk: Soziales neu gestalten“ (SONG) – ein Zusammenschluss mehrerer Akteure aus der deutschen Sozialwirtschaft. Mit der Gründung eines eingetragenen Vereins hat das Netzwerk nun den Grundstein gelegt für die weitere Entwicklung. Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins zählt unter anderen das KDA,

Weitere Gründungsmitglieder sind: die Bank für Sozialwirtschaft (Köln), die Bertelsmann Stiftung (Gütersloh), die Bremer Heimstiftung, die Evangelische Heimstiftung (Stuttgart), die Evangelisches Johannesstift – Altenhilfe gGmbH (Berlin), das Evangelische Johanneswerk (Bielefeld), das Sozialwerk St. Georg (Gelsenkirchen), die Stiftung Liebenau (Meckenbeuren) und die Stiftung Pfennigparade (München).

Aus Bündnis wird ein Verein
Aus einem aktiven Bündnis ist damit ein Verein geworden: Schon seit 2006 beschäftigt sich SONG als Netzwerk mit der Zukunft von Pflege, Versorgung und Teilhabe – und hat mit seinen Ansätzen für Sozialraum- und Quartierskonzepte für wegweisende Impulse gesorgt. Die Entwicklung neuer Wohnformen im Alter gehört ebenso dazu wie die Idee eines lokalen Bürger-Profi-Technik-Mix im Wohnquartier.

Impulsgeber SONG
SONG erforschte die Erfolgsfaktoren und Wirksamkeit von Quartierskonzepten, veröffentlichte in diesem Zusammenhang vielbeachtete Fachbücher, Leitfäden sowie Positionspapiere und veranstaltete Fachtagungen in ganz Deutschland. Dabei machten die Netzwerkpartner insbesondere mit praxiserprobten Konzepten von sich reden. So sammelte man gute Erfahrungen mit innovativen generationsübergreifenden Quartiersprojekten wie den „Lebensräumen für Jung und Alt“ (Stiftung Liebenau), dem „Haus im Viertel“ (Bremer Heimstiftung) und der „Quartiersnahen Versorgung“ (Evangelisches Johanneswerk).

Qualifizierungen für Arbeit im Quartier
Darüber hinaus realisierte SONG mehrere Qualifizierungsangebote für die sozialraumorientierte Netzwerkarbeit. In einem trägerübergreifenden Projekt entwickelten die SONG-Partner hierzu innovative und praxisorientierte Lerninhalte. So wurden in den vergangenen Jahren sowohl professionelle Fach- und Führungskräfte geschult als auch engagierte Bürgerinnen und Bürger. Diese tragen nun ihr Know-how in das Quartier – zum Beispiel als Dienstleistungs- und Netzwerkmanager oder als Sozialraumassistenten.

Vereinsgründung als nächster Schritt
Um die Arbeit von SONG langfristig voranzutreiben und das Netzwerk noch weiter auszubauen, wurde das Bündnis jetzt in eine Rechtsform gegossen. „Wir wollen mit der Vereinsgründung unser Netzwerk auch regional vergrößern, neue Ideen und neue fachliche Kompetenzen hinzuziehen und dem Ganzen einen institutionellen Rahmen geben“, begründet Alexander Künzel, bisheriger Netzwerk-Sprecher und neu gewählter Vereinsvorsitzender, den Schritt. „Zudem ergeben sich mehr Handlungsmöglichkeiten, und das politische Gewicht des Netzwerkes wird noch einmal gestärkt.“

Vierköpfiger Vorstand
In den Vorstand gewählt wurden neben dem ersten Vorsitzenden Alexander Künzel (Vorstandsvorsitzender der Bremer Heimstiftung) als seine Stellvertreter Dr. Berthold Broll (Vorstand der Stiftung Liebenau), Wolfgang Meyer (Vorstandssprecher des Sozialwerks St. Georg) und Hans Jörg Rothen (Projektmanager in der Bertelsmann Stiftung).

Viele Aufgaben warten
Sozialraum- und Quartiersorientierung werde, so stellten die Teilnehmer bei ihrem Treffen zufrieden fest, immer mehr zu einem wesentlichen Leitbild in der deutschen Sozialpolitik. Die Frage sei jedoch, wie das generelle politische Bekenntnis flächendeckend praktisch umgesetzt werde. Neben der Fortsetzung der Qualifizierungsarbeit will SONG sich verstärkt mit den notwendigen Rahmenbedingungen in den Bundesländern und Regionen auseinandersetzen und durch Studien und Modellprojekte Impulse für ausgewählte Fragen der Praxisumsetzung liefern. Dabei werde es zum Beispiel um Fragen gehen wie der künftigen Rolle stationärer Einrichtungen im Quartier, der Vernetzung von Alten- und Behindertenhilfeleistungen im Sozialraum oder den Möglichkeiten von Sozialunternehmen als Integrationsmotoren für Flüchtlinge.

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