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Kuratorium Deutsche Altershilfe fordert Evaluation

Kategorie:Pressemitteilungen
Datum:11. Feb 2010

Der Streit um den sogenannten „Pflege-TÜV“ reißt nicht ab, Auseinandersetzungen zwischen Trägern von Pflegeeinrichtungen und dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen mehren sich. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) rät daher zu einer schnelle Evaluation der Prüfungen von Pflegeleistungen.

Köln (KDA) – 11.2.2010. Der Streit um den sogenannten „Pflege-TÜV“ reißt nicht ab, Auseinandersetzungen zwischen Trägern von Pflegeeinrichtungen und dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen mehren sich. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) rät mit Blick auf die Bundesratssitzung zur Transparenz in der Pflege daher zu einer schnelle Evaluation der Prüfungen von Pflegeleistungen.  Die von den Pflegeeinrichtungen vorgebrachte Kritik muß konstruktiv aufgegriffen werden, um das neue Prüfsystem und deren Ausführung in der Praxis weiterzuentwickeln. „Trotz aller Anfangsschwierigkeiten, die derzeit im Rahmen der Prüfungen ambulanter Pflegedienste und stationärer Pflegeeinrichtungen auftreten, ist und bleibt die Benotung von Pflegeleistungen aber ein Meilenstein für den Verbraucherschutz und fördert das Bemühen der Leistungserbringer um optimale Qualität“, betont  KDA-Geschäftsführer Dr. Peter Michell-Auli. Mit der Veröffentlichung besteht erstmals auch die Möglichkeit, wohnortnahe Angebote direkt miteinander zu vergleichen. KDA-Pflegeexperten warnen vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um möglicherweise fehlerhafte Transparenzberichte nachdrücklich davor, die Benotung von Pflegeleistungen generell zur Disposition zu stellen und deren Veröffentlichung im Internet auszusetzen. Nützlich für die Bürger wäre ein Leitfaden, der die Komplexität von Transparenzberichten verständlich erklärt und nachvollziehbar macht. „Es muß klar sein, dass Transparenzberichte wichtige Anhaltspunkte für die Entscheidungsfindung geben, die Ergebnisse aber durch weitere Informationen, wie der Besuch oder das Probewohnen in einer Einrichtung möglichst ergänzt werden sollten, um sich persönlich ein umfassendes Bild zu machen“, so Michell-Auli. Hilfreich wäre nach Ansicht des KDA in Zukunft auch, in den Pflegeeinrichtungen ein Fehlermanagementsystem zu etablieren, damit Schwachstellen schneller aufgedeckt werden.

Im Dezember 2009 wurden die ersten Transparenzberichte über die Qualität von Pflegeleistungen ins Internet gestellt; bis Ende 2010 müssen alle ambulanten Pflegedienste und stationären Einrichtungen geprüft, deren Leistungen benotet und die Ergebnisse veröffentlicht werden.

Hintergrund KDA:

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe wurde 1962 von Wilhelmine Lübke gegründet, um die Lebenssituation älterer Menschen zu verbessern. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler erarbeitet  ein unabhängiges, interdisziplinäres Expertenteam Projekte (u.a. für Ministerien, Kommunen und Verbände) und bietet Beratung und Fortbildung an.

Pressekontakt:
Kuratorium Deutsche Altershilfe
Dr. Peter Michell-Auli
Tel.: (0221) 931847-24