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Kategorie:Pressemitteilungen
Datum:13. Jan 2015

Die aktuelle Ausgabe von ProAlter nimmt die Betreuungs- und Entlastungsangebote in den Blick, die mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz in Anspruch genommen werden können.

Köln, 13. Januar 2015. Der erste Schritt des neuen Pflegestärkungsgesetzes ist getan. Im Zentrum steht der individuelle Unterstützungsbedarf jedes Einzelnen. Mit dem Gesetz sollen unter anderem die Leistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ausgeweitet werden. Was das für die Betreuungs- und Entlastungsdienste und für die Ressourcen des Hilfemixes bedeutet, diskutieren die Autoren des Schwerpunktthemas in dieser Ausgabe.

Der Bedarf an niedrigschwelligen Entlastungsdiensten sei groß, noch größer sei jedoch der Bedarf an Beratung, sagt Reinhard Pohlmann, Fachdienstleiter für Senioren der Stadt Dortmund. Viele Betroffene und ihre Angehörigen seien nur unzureichend über die Angebote informiert. Das müsse sich mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz endlich ändern, mahnt Reinhard Pohlmann. Eine Gesamtstrategie für die neuen Entlastungsdienste im ambulanten Bereich fordert Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe. Fehle sie, blieben die Entlastungsdienste nur Flickwerk.

Eine unzureichende Verknüpfung von professionellem und zivilgesellschaftlichem Engagement beobachtet Alexander Künzel, Sprecher des Netzwerks „Soziales neu gestalten“ (SONG) und Kurator des KDA. Das gelte nicht nur für die Pflege, sondern auch für die Teilhabe älterer Menschen mit Unterstützungsbedarf. Flexibilisierung und Vernetzung unserer Leistungssysteme müsse deshalb die Zauberformel lauten, so Alexander Künzel.

Neue Wege geht auch das Modell „Gastfamilien für Menschen mit Demenz“. Es kann – und will – die herkömmlichen Formen der ambulanten und stationären Pflege für Menschen mit Demenz nicht ersetzen. Und nicht jeder der mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland ist für das Leben in einer Gastfamilie geeignet oder bereit dazu. Für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Demenz sei das Gastfamilienmodell jedoch eine weitere Option für mehr Lebensqualität, sagt Gerlinde Strunk-Richter, Demenzexpertin beim Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). „Es ist wichtig, dass es eine Wahlmöglichkeit gibt“, betont die KDA-Expertin.

Wie eine mobile Demenzberatung vor Ort aussehen kann, verrät der Praxistipp. Weitere Informationen zu Themen und Texte sind unter www.kda.de/proalter.html zu finden.

Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)
Das KDA entwickelt seit mehr als 50 Jahren im Dialog mit seinen Partnern Lösungskonzepte und Modelle für die Arbeit mit älteren Menschen und hilft, diese in der Praxis umzusetzen. Es trägt durch seine Projekte, Beratung, Fortbildungen, Tagungen und Veröffentlichungen wesentlich dazu bei, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern. ProAlter, das unabhängige Fachmagazin des KDA, bietet allen, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat mit Fragen des Älterwerdens beschäftigen, wertvolle Anregungen und Impulse für ihre Arbeit. Ein Abonnement kostet 30,90 Euro, ein Einzelheft 6,90 Euro.

Ansprechpartnerin
Dagmar Paffenholz / Telefon: +49 221 931847-10