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Zweiter Zwischenbericht Pflegestützpunkte veröffentlicht

Kategorie:Pressemitteilungen
Datum:24. Nov 2009

Umfassende Beratung und bessere Versorgung für Pflegebedürftige und deren Angehörige sowie für Menschen, die sich frühzeitig informieren wollen – mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz hat der Gesetzgeber den Weg für die bundesweite Einrichtung von Zentren zur Beratung und Begleitung frei gemacht.

Köln (KDA) – 24.11.2009 - Umfassende Beratung und bessere Versorgung für Pflegebedürftige und deren Angehörige sowie für Menschen, die sich frühzeitig informieren wollen – mit dem im Juli 2008 in Kraft getretenen Pflege-Weiterentwicklungsgesetz hat der Gesetzgeber den Weg für die bundesweite Einrichtung von Zentren zur Beratung und Begleitung frei gemacht. Die sogenannten Pflegestützpunkte sind zentraler Baustein, um die Gesundheits- und Pflegelandschaft weiterzuentwickeln. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) legt im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums jetzt den zweiten Bericht der „Werkstatt Pflegestützpunkte“ vor. Der Bericht beinhaltet einen Überblick über den aktuellen Stand der Entwicklung und nennt konkrete Handlungsempfehlungen für den Aufbau und Betrieb von Pflegestützpunkten.

Länder schaffen Rahmenbedingungen für die Einführung

„Trotz der zum Teil sehr unterschiedlichen Präferenzen und Wettbewerbsinteressen der beteiligten Organisationen konnten in fast allen Bundesländern grundlegende Rahmenbedingungen und gemeinsame Konzepte für die Einrichtung von Pflegestützpunkten gefunden werden“, so Dr. h.c. Jürgen Gohde, Vorstandsvorsitzender des KDA. Gohde ist sich sicher, dass die Stützpunkte einen unverzichtbaren Platz in der bundesweiten Versorgungslandschaft einnehmen.

Allerdings unterscheiden sich die Vorgehensweisen in den Bundesländern, Kreisen und kreisfreien Städten mitunter stark voneinander, wird in dem Zwischenbericht konstatiert. „Die genaue Bewertung dieser Strategien zum Aufbau und zur Organisation von Pflegestützpunkten wird Thema des Abschlussberichtes sein, den das KDA im Juni 2010 vorlegen wird“, kündigt Gerlinde Strunk-Richter, KDA-Fachreferentin an. Sie rechnet damit, dass sich aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen und lokaler Gegebenheiten deshalb auch viele verschiedene Organisationsformen von Pflegestützpunkten herausbilden werden.

Deutliche Vorteile für die Bürger und Leistungsanbieter

Durch Pflegestützpunkte wird die gesundheitliche Versorgung und pflegerische Betreuung wesentlich effizienter – und dies zugunsten der Betroffenen wie auch der verschiedenen Anbieter von Leistungen. Denn sie vermindern die vorherrschenden Schnittstellenprobleme in der Versorgungslandschaft. „Dies wird vor allem dadurch erreicht, dass hier die vorhandenen Beratungsinfrastrukturen und die Leistungsanbieter besser aufeinander abgestimmt und auf dieser Basis optimiert werden“, betont KDA-Geschäftsführer Dr. Peter Michell-Auli. Diese Aufgabe ergibt sich aus Paragraf 92c des SGB XI, der vorschreibt, alle an der Versorgung beteiligten Akteure miteinander zu vernetzen. Es kommt so zu sinnvollen Kooperationsverbünden, in denen etwa der Schmerztherapeut, der Onkologe des Krankenhauses, der ambulante Pflegedienst und der ambulante oder stationäre Hospizdienst im Sinne einer ganzheitlichen Versorgung gut zusammenarbeiten. „Erst dann ist sichergestellt“, so der KDA-Geschäftsführer weiter, „dass die Beratung und Begleitung auch in komplexen Fällen in der Praxis klientengerecht umsetzbar ist. „Generell wird durch Pflegestützpunkte eine Gegenüberstellung der vorhandenen und der benötigten Angebote möglich. Nur auf dieser Datenbasis lässt sich über  Weiterentwicklungsmöglichkeiten des gesamten Versorgungs- und Pflege-Systems diskutieren“, so Michell-Auli.

Qualitätskriterien definieren – Öffentlichkeit informieren

Umso notwendiger sei es, ergänzt KDA-Fachreferent Ralf Tebest, die Leistungen der jeweiligen Pflegestützpunkte transparent und nachvollziehbar zu machen. Darüber hinaus müssten baldmöglichst neutrale und einheitliche Qualitätsstandards verabschiedet werden, um den Kunden Vergleichsmöglichkeiten zwischen den Angeboten zu geben, fordert das KDA. Und – nicht zuletzt – bedürfe es  öffentlichkeitswirksamer Kampagnen auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene, damit die Bürger schnell Kenntnis über das neue Angebot in der Gesundheitsversorgung erhielten.

Der 2. Zwischenbericht zum Modellprojekt „Werkstatt Pflegestützpunkte“ (Gesamtlaufzeit 2007-2010) kann unter www.werkstatt-pflegestützpunkte.de heruntergeladen oder bei der Pressestelle des KDA bestellt werden:
Mail: publicrelations@kda.de
Tel.: (0221) 931847- 19 (Ines Jonas), - 39 (Harald Raabe)