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Aktuelle Befragung zur „Umsetzung von Quartiersprojekten"

Quartierskonzepte zielen darauf, einen sozialen Nahraum mit dem sich die Bewohner identifizieren - ein Dorf, eine Gemeinde, einen Stadtteil, ein Kiez, ein Viertel - so zu gestalten, dass auch älteren Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf in ihrem vertrauten Wohnumfeld verbleiben können. Einige Akteure haben sich auf den Weg gemacht, um solche Quartiersprojekte bzw. einzelne Bausteine von diesen umzusetzen und dabei vielfältige Erfahrungen gewonnen. Bislang fehlt es jedoch an einer systematischen Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse, um Interessenten an solchen Projekten die Umsetzung zu erleichtern. Das KDA möchte daher mit einer schriftlichen Befragung einen Einblick in diese Erfahrungen gewinnen. 

Die Befragung wird im Rahmen des Forschungsprojektes „LoVe - Lokale Verantwortungsgemeinschaften in kleinen Lebenskreisen" des Netzwerkes „Soziales neu gestalten (SONG)" durchgeführt, in dem das KDA Netzwerk-Partner ist. Das Netzwerk erarbeitet im Rahmen eines europäischen Forschungsprojektes Curricula für das Quartiersmanagement. Aus diesem Grund beziehen sich viele inhaltliche Fragen des Erhebungsbogens auf die Gestaltung und Qualifikationsanforderungen des Quartiersmanagements.


Lokale Verantwortungsgemeinschaften in kleinen Lebenskreisen und Mitarbeitende in neuer Verantwortung für das Gemeinwesen (LoVe)

Mit dem Projekt LoVe - kurz für „Lokale Verantwortungsgemeinschaften in kleinen Lebenskreisen" - haben sich erstmals bundesweit verschiedene Träger zusammengeschlossen, um zukunftsfähige Modelle für ältere und behinderte Menschen zu entwickeln und umzusetzen. Neben dem Johanneswerk gehören die Bremer Heimstiftung, die Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH (CBT, Köln), die Stiftung Liebenau (Meckenbeuren-Liebenau), das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA, Köln) und die Bundesakademie für Kirche und Diakonie (BAKD, Berlin) zu den Projektpartnern. Die Projektkosten von 1,3 Millionen Euro tragen zu 60 Prozent der Europäische Sozialfonds für Deutschland und die EU; 40 Prozent übernehmen die Projektbeteiligten selbst.

„Damit quartiersnahe Pflege flächendeckend umgesetzt werden kann, benötigen wir verschiedene Träger und ihre vielfältigen Fähigkeiten", so Ursula Kremer-Preiß, Referentin des KDA. Das Projekt LoVe verfolgt die Zielsetzung, Wohnquartiere zu schaffen, in denen Angehörige und Nachbarn, Ehrenamtliche und Fachkräfte gemeinsam die Verantwortung für pflegebedürftige und behinderte Menschen übernehmen. Die Beteiligten dieser Netzwerke vor Ort werden über das LoVe-Modell qualifiziert: berufsbegleitend als Fach- und Führungskräfte der Alten- und Behindertenhilfe, zu Pflege- und Assistenzfachkräften oder für das ehrenamtliche Engagement. „Von den neuen Wohnformen und den Qualifizierungsprogrammen profitieren alle", so Dr. h.c. Jürgen Gohde, Vorstandvorsitzender vom KDA, „Kommunen, Unternehmen, Fach- und Pflegekräfte und ehrenamtlich tätige Bürger."