Alte(rnde) Menschen mit anderen Augen sehen
Ein ressourcenorientierter Blick auf Menschen mit alterstypischen Einschränkungen und Erkrankungen
Im Zeitalter von Effizienz und Leistungsoptimierung erscheint das Alter mit seinen Einbußen und Erkrankungen mehr denn je als unattraktiv. In der Medizin herrscht noch immer ein defizitorientiertes Menschenbild vor. Mithilfe der internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit (ICF) ist es möglich, den Blick auf verbliebene Fähigkeiten und Ressourcen alter, kranker Menschen zu richten. Dabei geht es nicht darum, die medizinische Versorgung zu unterlaufen, sondern diese vielmehr durch die positiven Aspekte des alternden Menschen zu ergänzen. Durch eine sensiblere Wahrnehmung der verbliebenen Fähigkeiten alter, kranker Menschen kann ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe dieser Menschen und zu einem veränderten Pflege- und Betreuungsverständnis geleistet werden.
Ziele der Fortbildung:
- Kennenlernen des ICFModells
- Sensibilisierung der Teilnehmenden auf Fähigkeiten und Ressourcen alter(nder) Menschen
Methodik:
- Impulsvortrag/fachlicher Input
- Übungen zur ICF-Systematik anhand von Arbeitsblättern
- Übung an Fallbeispielen Gruppendiskussion zur Einstellung und Wahrnehmung gegenüber alter, kranker Menschen
Zielgruppen:
- Mitarbeitende in ambulanten und stationären Altenhilfeeinrichtungen
- Angehörige therapeutischer Berufsgruppen
- Ehrenamtliche
Stichworte:
- Ressourcenorientierung
- Menschenbild
- Teilhabe und Partizipation
Refertentin: Susanne Röbel ist Diplom-Heilpädagogin und Sprachtherapeutin. Sie beschäftigt sich insbesondere mit dem Thema Demenz und Kommunikation. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit hat sie ein Trainingsprogramm zur Kommunikation für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz entwickelt.
Termin: 16. 10. 2012
Uhrzeit: 10.00–16.30 Uhr
Max. 20 TeilnehmerInnen
Preis: 295,– Euro
Buchungs-Nr.: 121016-SR
Bei Teilnahme erhalten Sie 7 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender.

