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Sterben mit Würde, Achtung und Respekt: Zur Debatte um die Sterbebegleitung

Art.-Nr.:8102, Veröff.:2015, 76 Seiten, Autor:
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„Dem Leben nicht mehr Tage, aber den Tagen mehr Leben geben“ – die Worte der Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin Cicely Saunders beschreiben, wie wichtig ein Sterben in Würde ist. Denn es ist nicht leicht, das Sterben als Teil des Lebens zu akzeptieren, weder als alter oder kranker Mensch noch als Angehöriger, Pflegender oder Begleiter. Doch erst, wenn das Leben nicht nur an der Leistungsfähigkeit gemessen werde und das Sterben zum Leben dazugehören dürfe, werde ein würdevolles Sterben möglich. Darin sind sich die Autoren der neuen Ausgabe von ProAlter einig.

„Es wird eiskalt in einer Gesellschaft, die es zulässt, dass sich Menschen, getrieben von Krankheit oder Aussichtslosigkeit, töten lassen wollen oder um Hilfe bei der Selbsttötung bitten“, schreibt Rainer Maria Kardinal Woelki in seinem Gastbeitrag für ProAlter. So sterbe man „nicht selbstbestimmt, sondern bestimmt von Schmerz, Einsamkeit und Verzweiflung.“

Woelki plädiert für einen Ausbau von Hospizen, ebenso wie Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz. „Eine hospizliche und palliative Versorgung ist eine wichtige Säule, um Pflegeheime zu einem Ort würdigen Lebens und Sterbens zu machen“, so Brysch. Aber sie bleibe Stückwerk, wenn sie nicht in umfassende Pflegekonzepte eingebunden werde. Brysch fordert deshalb eine zusätzliche Pflegestufe für Sterbende.

In Altenheimen gehört der Umgang mit Sterben und Tod zum Alltag. Doch oft werden sie von den Pflegenden unbewusst als gescheiterte Pflege, bisweilen sogar als persönliche Niederlage erlebt, weiß Theo Berger. Er bildet angehende Altenpfleger aus und will mit ihnen eine ethische Wertediskussion führen. Was sie daraus für ihren künftigen Beruf und ihr eigenes Leben gelernt haben, erzählen vier Auszubildende, die ebenfalls in der aktuellen Ausgabe zu Wort kommen.

Themen dieser Ausgabe:

Schwerpunkt Sterbebegleitung

Das Leben bejahen – bis zuletzt
Sterben mit Würde, Achtung und Respekt aus theologischer Sicht
Traugott Roser

Was steht im Gesetz?
Der Streit um die Deutung der normativen Regeln zur Sterbehilfe
Wolfram Höfling

Ars Moriendi
Die Kunst des guten Sterbens
Rainer Maria Kardinal Woelki

Geborgen in der Gemeinschaft
Kriterien der Patientenautonomie
Hans Georg Nehen

Abschied von der Autonomie
Trauer und Scham in der Leistungsgesellschaft
Rosa Adelinde Fehrenbach

Kein Sterben zweiter Klasse
Eine Pflegestufe für Sterbende ist nötig
Eugen Brysch

Grenzen wahrnehmen und akzeptieren
Sterben und Tod im Pflegeheim
Iris Hanka

Achtung, Wärme, Aufmerksamkeit
Sterben und Tod in der Ausbildung von Altenpflegern
Theo Berger

Für den Menschen und den Moment da sein
Vier Auszubildende erzählen

Leben

Kultur inklusive
Interview mit dem Kunstbegleiter Jochen Schmauck-Langer

Menschen

Die Herausforderungen angenommen
Interview mit der Gesundheitswissenschaftlerin Annelie Keil

Management

Qualitätsentwicklung
Entbürokratisierung der Pflegedokumentation
Heike Nordmann und Christine Sowinski

Forschung

Sinnesgarten
Demenzfreundliche Raumstudie belegt Wirksamkeit von Außenräumen
Sonia Teimann

In eigener Sache

Unterstützungskonzepte im Quartier
Versorgung von Menschen mit besonderem Hilfebedarf

KDA-Projekt untersucht niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote
Haushaltshilfen, Pflegebegleiter, Bringdienste

KDA übernimmt wissenschaftliche Begleitung: Modellprogramm zur Weiterentwicklung
neuer Wohnformen

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