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Alternative Wohnformen - Zukunftsfähige Konzepte für ein selbstbestimmtes Leben im Alter

Art.-Nr.:8104, Veröff.:2015, 60 Seiten, Autor:
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Ob Senioren-WG, Mehrgenerationenhaus oder Betreutes Wohnen: Alternative Wohnformen in heimischer Umgebung sind für viele ältere Menschen eine erstrebenswerte Perspektive. Jeder Zweite wünscht sich im Pflegefall ein Leben in einer alternativen Wohn- und Versorgungsform. Das belegt eine repräsentative Umfrage im aktuellen Pflege-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. Das weiß auch KDA-Kurator Alexander Künzel von der Bremer Heimstiftung. „So viel ambulante, vernetzte Wohn- und Pflegeangebote im Quartier wie möglich und wirklich nur so wenig stationäre Plätze wie unbedingt nötig“ lautet deshalb seine Maxime. Die Integrationskraft der Zivilgesellschaft steige in dem Maße, wie Pflege- und Betreuungsangebote möglichst kleinräumig und kleinteilig organisiert seien, sagt Künzel, der auch Sprecher des Netzwerks „Soziales neu gestalten“ ist.

Zwei Beispiele alternativer Wohnformen stellen wir in dieser Ausgabe vor: Die Hausgemeinschaft Aja´s Gartenhaus in Frankfurt orientiert sich in ihrer Raumordnung, ihren Arbeitsabläufen und ihrer Tagesgestaltung an den Empfehlungen, die das KDA entwickelt hat.

In einer Demenz-WG in Wanne-Eickel wohnt die 88-jährige Großmutter der Kölner Autorin Chantal Louis. Das Leben in einer solchen Demenz-WG biete für Bewohner und Angehörige mehr Gestaltungspotenzial und Mitspracherecht als in einem Pflegeheim, so die Erfahrung von Chantal Louis. Aber es erfordere von den Angehörigen auch mehr Engagement.

Manche stoßen jedoch bei der Pflege ihrer Angehörigen an ihre Grenzen. Das Konzept eines Demenzdorfes wie beispielsweise im niedersächsischen Hameln scheint da eine gute und zukunftsweisende Lösung zu sein. Doch auch wenn Demenzdörfer das soziale Zusammenleben stärken wollten, „stellen sie Sonderwelten dar, die sich und ihre Bewohner abgrenzen – trotz aller erkennbaren Versuche, den Einzelnen und ihren Angehörigen gerecht werden zu wollen“, kritisiert KDA-Vorsitzende Jürgen Gohde. „Einem Leitbild „sorgender Gemeinschaften" auf kommunaler Ebene werde das Konzept der Demenzdörfer nicht gerecht“, betont Jürgen Gohde.

Einblicke in die niederländische Diskussion über kleinmaßstäbliche Wohnformen für Menschen mit Demenz gewährt der Architekt und Buchautor Jarno Nillesen aus Arnheim. In seinem Interview mit ProAlter gibt er Tipps und Planungsanleitungen für Innen- und Außenbereiche von Wohngruppeneinrichtungen.

Themen dieser Ausgabe:

Schwerpunkt Alternative Wohnformen

Zukunftsfähige Konzepte für ein selbstbestimmtes Leben im Alter

Zum Greifen nah
Pflege- und Betreuungsangebote sollen möglichst kleinräumig und kleinteilig sein
Alexander Künzel

„Wir sind hier privilegiert“
Aja’s Gartenhaus – ein Wohnkonzept für Menschen mit Demenz
Britta Wilken

Ommas Glück in der Demenz-WG
Das größere Gestaltungspotenzial und Mitspracherecht erfordert mehr Engagement der Angehörigen
Interview mit Chantal Louis

Landidylle oder Sonderwelt?
Demenzdörfer in der Diskussion
Interview mit Eckard Feddersen und Jürgen Gohde

Eigeninitiative und Sinngebung ermöglichen
Kleinmaßstäbliche Wohnformen für Menschen mit Demenz
Interview mit Jarno Nillessen

Leben

Noch einmal unterwegs sein
Der Wünschewagen erfüllt Sterbenden eine letzte Bitte
Mareike Ouatedem Tolsdorf

Menschen

Demenz ist nicht das Ende
Aktivistin will Menschen mit Demenz eine Stimme geben
Interview mit Helga Rohra

Forschung

Ältere Migranten im Quartier
Eingebunden in Hilfsnetzwerke
Prof. Dr. Monika Alisch

Gießener Studien über Sterbeorte in Deutschland
Teil 3: Die Hospize
Prof. Dr. Wolfgang M. George

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